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Duisburg: Geschäfte und Passanten im Visier

Duisburg : Geschäfte und Passanten im Visier

Eine echte Einkaufsstadt zeichnet sich dadurch aus, dass hier mehr Geld im Einzelhandel ausgegeben wird als die Einwohner der Stadt verdienen. Dieser "Zentralität" genannte Gradmesser zeigte für Duisburg über Jahre hinweg katastrophale Werte: 2001 lag die Zentralität nur noch bei 93.

Von 100 Mark, die damals in Duisburg verdient wurden, wurden nur 93 in der Stadt ausgegeben. Inzwischen hat sich viel getan. Die 2008 vom Dortmunder Institut "Stadt und Handel" erhobenen Daten waren Basis für das zwei Jahre später verabschiedete Einzelhandels- und Zentrenkonzept. Damals lag die Zentralität bereits bei 103.

"Unser Ziel muss es sein, mit einer Zentralität von 120 wieder ein echtes Oberzentrum zu werden", erklärte Planungsdezernent Carsten Tum gestern, als er gemeinsam mit Günter Eidam von der Abteilung Stadtentwicklung und Ralf Beckmann von "Stadt und Handel" die "City-Monitoring" genannte, nun neu anstehende Untersuchung vorstellte. Ende Mai beginnt das Gutachterbüro aus der Stadt des Deutschen Meisters erneut mit einer Datenerhebung der innerstädtischen Geschäfte. "Untersucht werden hauptsächlich die Größe der Geschäfte und das jeweilige Sortiment. Dazu kommt eine Zählung der Passanten in der City", sagte Beckmann.

Die Ergebnisse der Datenerhebung sollen nach den Sommerferien vorgestellt werden. Die Untersuchung erfolgt in Abstimmung mit dem Einzelhandels- und Dienstleistungsverband, der ebenfalls ein großes Interesse daran hat. Schließlich zeigen die Ergebnisse auch, in welchen Bereichen das Angebot besonders groß ist und wo es noch Lücken gibt. Das hilft unter Umständen auch, die Verträglichkeit größerer Vorhaben (Krieger, Ostermann, Factory Outlet Center) mit dem bestehenden Handel zu beurteilen.

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"Wir werden das Einzelhandels- und Zentrenkonzept 2014 neu fortschreiben. Dazu sind die Daten, die jetzt erhoben werden, eine wichtige Basis", so Tum. Die Ergebnisse sollen auch auf der Homepage der Stadt veröffentlicht werden. Es sei wichtig, stets auf aktuelle Daten zurückgreifen zu können. "Das machen viele Städte so, und es ist gut, dass das auch in Duisburg passiert", sagte der Dezernent. Von Vorteil sei, dass "Stadt und Handel" die eigene Untersuchung von 2008 fortschreiben können.

(RP/rl)