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Duisburg: Geräuscharm über die Bismarckstraße

Duisburg : Geräuscharm über die Bismarckstraße

Die Bismarckstraße ist seit Anfang Februar nur in eine Richtung befahrbar. Auch den Nebenstraßen steht eine Erneuerung bevor. Die Gesamtkosten betragen rund 445. 000 Euro.

Einbahnstraßen gibt es viele in Neudorf. Für rund vier Monate ist nun eine weitere hinzugekommen. Die Bismarckstraße ist seit Anfang Februar nur in eine Richtung passierbar. Betroffen ist der Bereich zwischen der Gustav-Freytag-Straße und Pappenstraße. Dort erneuern die Wirtschaftsbetriebe Duisburg in zwei Bauabschnitten die Fahrbahn, und zwar auf beiden Seiten. Eine moderne Asphaltdecke soll Autos und Busse geräuschärmer über die Bismarckstraße rollen lassen. Außerdem werden die Haltestellen der Linien 924 und 926 an der Station Lutherplatz barrierefrei ausgebaut.

Seit Anfang Februar ist die Straße in Richtung Mülheimer Straße gesperrt, der Gegenverkehr fließt nun nach links über die Memelstraße. "Die Arbeiten am Gehweg und dem Bordstein stehen kurz vor dem Abschluss, als nächstes folgt die Erneuerung der Fahrbahndecke", erläutert Christoph Simonis, Arbeitsgruppenleiter Straßenneubau bei den Wirtschaftsbetrieben Duisburg. Im April soll die andere Seite der Bismarckstraße gesperrt werden. Voraussichtlich Anfang Juni wird die gesamte Straße wieder befahrbar sein. "Der Verkehr wird auch während des zweiten Bauabschnitts über die Memelstraße umgeleitet", sagt Simonis. "Natürlich wäre es uns lieber, die Straße komplett zu sperren. Wir versuchen, die Auswirkungen so gering wie möglich zu halten, daher geht eine Vollsperrung nicht immer", erklärt er. "Durch eine Vollsperrung geht es aber schneller und die Qualität des Ergebnisses ist besser." So werde die Fahrbahn eine sogenannte Mittelnaht haben, eine Asphaltdecke in der Mitte. "Es könnte sein, dass es dort eher zu Schäden durch Frost kommt", sagt Simonis.

Insgesamt ist die Baustelle rund 300 Meter lang und acht Meter breit. Fußgänger können beide Seiten der Straße nutzen, die Zufahrten der Anwohner bleiben nach Absprache mit der durchführenden Firma frei.

Auch in der anliegenden Manteuffelstraße wird die Fahrbahn erneuert. Die neuen Asphaltdecken sind zwei von zahlreichen Projekten des KIDU-Programms. Die Kosten für die Bauarbeiten in der Bismarckstraße belaufen sich laut Wirtschaftsbetrieben auf 445.000 Euro. Ein Zehntel davon trägt die Stadt Duisburg.

Zwar hätten noch viele weitere Straßen in Neudorf eine Sanierung nötig. "Als Kommune, die ihren Haushalt sichern muss, unterliegen wir aber strengen Sparvorgaben", bedauert Stadtsprecher Jörn Esser. "Die Gabrielstraße zwischen Sternbuschweg und Gneisenaustraße steht aber ebenfalls auf der KIDU-Liste." Die Anwohner dort werden sich also auf einige Einschränkungen einstellen müssen.

(RP)