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Geräumte Häuser in Homberg: Stadt Duisburg hilft Betroffenen

Geräumte Häuser in Homberg : Stadt Duisburg unterstützt betroffene Mieter finanziell

Die Stadt Duisburg macht ihre Ankündigung wahr und greift den betroffenen Mietern der aus Brandschutzgründen in der vergangenen Woche geräumten Häuser in Homberg finanziell unter die Arme. Der Eigentümer der Gebäude stellt sich hingegen nach wie vor quer.

Wie berichtet können die Wohnungen in den Häusern an der Husemannstraße wegen lebensgefährlicher Brandschutzmängel derzeit nicht genutzt werden. Der Vermieter wäre dafür verantwortlich, alternativen Wohnraum für seine Mieter zu suchen und zu bezahlen. „Da dieser die Rechte seiner Mieter jedoch immer noch ignoriert und untätig zusieht, erhalten die Mieter nun weitere unbürokratische Unterstützung durch die Stadt Duisburg“, heißt es aus dem Rathaus.

Zwischenzeitlich liegen den betroffenen Menschen laut Angaben der Stadt verschiedene Wohnungsangebote unterschiedlicher Vermieter vor, deren Mietpreise allerdings meist die Obergrenzen für Leistungsbezieher übersteigt. „Das Amt für Soziales und Wohnen wird daher wegen der besonderen und nicht durch die Mieter verursachten Situation diese Zusatzkosten übernehmen“, teil die Stadt Duisburg mit. Der Eigentümer werde in Regress genommen.

Oberbürgermeister Sören Link und Sozialdezernent Thomas Krützberg fordern den Eigentümer auf, nun endlich tätig zu werden: „Es ist nicht hinzunehmen, dass das Immobilienunternehmen seine Mieter derartig im Regen stehen lässt. Die Menschen sind unverschuldet in Not geraten. Für uns ist es selbstverständlich, dass wir dort, wo es uns möglich ist, helfen.“

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Das Sozialamt kümmert sich um alle Personen, die derzeit in der Memelstraße untergebracht sind. Eine persönliche Begleitung und Betreuung erfolgt über die Mitarbeiter der „Sozialen Wohnraumhilfe“ und durch die Mitarbeiter der Stadtteilsozialarbeit.

Vor Ort sind Mitarbeiter der Fachstelle für Wohnungsnotfälle regelmäßig anwesend. Ist aufgrund vorhandener Einschränkungen oder sonstiger Umstände einem Bewohner die weitere Unterbringung in der Notunterkunft Memelstraße nicht zuzumuten, wird die alternative Unterbringung, so die Stadt, in einem Hotel oder einer Ferienwohnung kurzfristig angestrebt. Der Fokus in der Wohnungsvermittlung liegt bei Familien, älteren sowie pflegebedürftigen Menschen.

In Homberg wird im „Weißen Riesen 54/56“ das dortige Büro für Umzugsmanagement als Anlaufstelle für die betroffenen Bewohner der Husemannstraße genutzt. Die Mitarbeiter der Stadt sind dort zwischen 8 und 12 Uhr zu erreichen und stehen als Ansprechpartner für alle Fragen zur Verfügung. Fragen die vor Ort nicht geklärt werden können, werden darüber hinaus in die Verwaltung vermittelt.