Duisburg: Gemeinsam fasten und beten

Duisburg : Gemeinsam fasten und beten

"Sieben Wochen anders Leben" – das haben sich Gläubige aus den drei katholischen Kirchengemeinden in Homberg für die Fastenzeit vorgenommen. Die Gruppe will sich in ihren Vorsätzen unterstützen und religiöse Impulse setzen.

"Sieben Wochen anders Leben" — das haben sich Gläubige aus den drei katholischen Kirchengemeinden in Homberg für die Fastenzeit vorgenommen. Die Gruppe will sich in ihren Vorsätzen unterstützen und religiöse Impulse setzen.

"Am Aschermittwoch ist alles vorbei", verkünden die Jecken gerne. Für das närrische Treiben trifft das zu. Für die christlichen Kirchen bedeutet der Aschermittwoch aber genau das Gegenteil von einem Ende. Er ist der Beginn des 40-tägigen Fastens bis Ostern. Einer Zeit der Buße, Erneuerung und Umkehr. So erinnert das Aschekreuz, mit dem heute wieder viele Christen in den Gottesdiensten bekreuzigt werden, an die Vergänglichkeit des Menschen und fordert ihn zur Umkehr auf. Dieser Umkehr zu Gott und zu sich selbst soll das Fasten dienen.

Auf sich und auf ihren Glauben wollen sich in den nächsten sieben Wochen auch die zwölf Teilnehmer der Fastenaktion der drei katholischen Gemeinden in Homberg besinnen. Unter dem Motto "Sieben Wochen anders Leben" wollen sie,begleitet von Pastoralreferentin Anne Gravendyk, die Fastenzeit gemeinsam erleben und gestalten. Damit die Aktion zu einem positiven Erlebnis wird, sollen sich die Teilnehmer, die zumeist zwischen 40 und 50 Jahren alt sind, bewusst Vorsätze setzen, die auch machbar sind.

Gegenseitige Unterstützung

"Ich selbst werde wie in jedem Jahr auf Alkohol und Fleisch verzichten", sagt Anne Gravendyk. Da wisse sie, dass das für sie auch machbar ist. Sie kann sich aber gut vorstellen, dass andere lieber auf Fernsehen verzichten oder ihren täglichen Internetgebrauch einschränken. Der Vorteil einer Fastengruppe sei die gegenseitige Unterstützung.

Darauf baut auch die 21-jährige Greta Hahn, die gerade ihr Gemeindepraktikum in St. Peter macht: "Ich selbst bin nicht so diszipliniert, dass ich es alleine durchhalten würde auf Süßigkeiten zu verzichten. Daher finde ich es gut, dass man sich in der Gruppe gegenseitig motivieren kann." Gleichzeitig ist sie sehr gespannt, auf was ihre Mitstreiter verzichten wollen und vor allem warum. "Ziel ist es schon, dass wir uns alle wieder auf die wirklich wichtigen Sachen in unserem Leben konzentrieren. Aber jeder wird seinen eigenen Grund haben, warum er mitmacht und auch eine Vorstellung davon, was er ändern will", vermutet Gravendyk.

Aus diesem Grund hat sie es sich offen gelassen, welche Impulse sie geben wird. Sie habe zwar schon einige Bibelgeschichten, die passen könnten, herausgesucht, aber vieles sei von den Bedürfnissen der Gruppe abhängig. Als gemeinsame Konstante dienen die Fastenbriefe "Andere Zeiten", die die Teilnehmer jeden Tag als kleinen Gedankenanstoß erhalten werden. Jeden Dienstagabend trifft sich die Gruppe zudem zu einer "Haltestation im Alltagsbetrieb". Diese dient zum Erfahrungsaustausch aber auch zum gemeinsamen Gebet.

Hier geht es zur Infostrecke: Sieben Tipps zur Fastenzeit: So fasten sie richtig und gesund!

(RP/rl)
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