Duisburg: Gemeinde St. Barbara ohne Priester

Duisburg: Gemeinde St. Barbara ohne Priester

Nun haben nur noch die Laien das Sagen in der Projektgemeinde St. Barbara im Röttgersbach. Nach acht Jahren wurde Pastor Thomas Pulger in einem feierlichen Rahmen verabschiedet.

Für die Projektgemeinde bedeutet der Abschied von Pastor Pulger, dass zukünftig nur noch sonntags ein Priester zum Gottesdienst nach St. Barbara kommt. Auch gehen der Betrieb und die Verwaltung von St. Barbara in die Hände der fünf beauftragten Ehrenamtlichen und ihrer weiteren 50 Mitstreiter über.

Mit der Verabschiedung des Pastors wurde ein Schritt vollzogen, der vor über drei Jahren mit dem Protest gegen die Schließung der Kirche begann und den Essener Bischof Franz-Josef Overbeck nach zähem Ringen dazu bewegte, im September 2014 eine für zunächst drei Jahre befristete Fortführung bis Ende 2018 zu genehmigen. Grundlage dieser Genehmigung ist das Modell der französischen Gemeinde Poitiers, in der sich die Laien um alles kümmern müssen. Die Beschaffung des Messweines gehört genauso dazu, wie die Sicherstellung der Finanzierung.

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"Unser Weg ist lang und schwierig", betont Jörg Stratenhoff, zuständig für die Kommunikation innerhalb der Projektgemeinde und für deren Kontakte nach außen. Bei der Verwaltung eines Grundstücks und eines Kirchengebäudes ist vieles zu beachten, was für die meisten Aktiven völliges Neuland ist. Die Kommunikation mit dem Menschen im Stadtteil ist für eine einladende Gemeinde, die für alle Menschen offensteht, ebenfalls unverzichtbar. Jeder, der bei den vielfältigen Aufgaben auch nur stundenweise helfen möchte, ist in der Projektgemeinde willkommen.

Weitere Informationen rund um die Projektgemeinde gibt es auf der Homepage www.rettet-st-barbara.de im Internet.

(RP)
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