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Duisburg: Gegen 21 Uhr soll das Ergebnis feststehen

Duisburg : Gegen 21 Uhr soll das Ergebnis feststehen

Genau 337.443 wahlberechtigte Duisburger sind am Sonntag aufgerufen, ihre Bundestagsabgeordneten zu wählen. Die Zahl der Erstwähler ist mit etwa 16 000 dieses Mal besonders hoch.

Gegen 21 Uhr am Sonntag sollte für Burkhard Beyersdorff das meiste geschafft sein. Um diese Zeit — maximal 30 Minuten später — rechnet der Duisburger Wahlleiter damit, dass alle Stimmbezirke der Stadt ausgezählt sind. Bis dahin ist es aber eine Menge Arbeit für ihn und die rund 2500 Wahlhelfer. "Wir sind gut vorbereitet", sagt Stadtkämmerer Dr. Peter Langner, der seitens der Stadt die Verantwortung für den Wahlgang trägt. "Kleine Pannen passieren immer — aber die werden wir ausräumen", so Langner.

Die erste liegt schon hinter ihm: Wie berichtet hatte die Poststelle der Stadtverwaltung irrtümlich 405 Stimmzettel für den Süd-Kreis an Briefwähler im Duisburger Norden geschickt. Allerdings wurde dieser Fehler bereits am Dienstag entdeckt, so dass er ohne Schaden noch behoben werden konnte.

Die 323 Wahllokale an 183 Standorten sind am Sonntag von 8 bis 18 Uhr geöffnet. 126 von ihnen sind barrierefrei und sollten daher für Gehbehinderte und Senioren problemlos erreichbar sein. "Da sind wir besser geworden. Aber es sind natürlich noch nicht alle Wahllokale ohne Treppen zugänglich", erklärte Langner. Im Zweifelsfall seien aber die Wahlvorstände gehalten, gehbehinderten Menschen zu helfen, dass sie ihre Stimme abgeben können.

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37 Mitarbeiter der Stadt, darunter zehn Studierende im Bachelor-Studiengang Allgemeine Verwaltung, sind schon seit Wochen im Vorfeld der Wahl mit den Vorbereitungen befasst. Fast 55 000 Briefwahlanträge verdeutlichen, dass sich immer weniger Duisburger für ihren Urnengang auf den Wahlsonntag "festnageln" lassen. Der Anteil der Briefwähler dürfte sich bei rund 15 Prozent einpendeln. Mit ersten Ergebnissen rechnet Wahlamtsleiter Burkhard Beyersdorff ab 19 Uhr. Gut zwei Stunden später soll dann das vorläufige amtliche Endergebnis vorliegen.

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>>> Hier gibt es am Sonntagabend die Ergebnisse aus dem Wahlkreis Duisburg II <<<

Duisburg hat zwei Wahlkreise und stellt damit zwei Bundestagsabgeordnete, die mit der Erststimme direkt gewählt werden. Der Wahlkreis 115 umfasst den Duisburger Süden, die Stadtmitte mit Ausnahme von Duissern sowie den Bezirk Rheinhausen. Es ist zu erwarten, dass hier Bärbel Bas (SPD) das Rennen macht und erneut in den Bundestag einzieht. Ob sie ein ähnliches Ergebnis erzielt wie 2009, als sie 42,5 Prozent erreichte, bleibt abzuwarten. Thomas Mahlberg (CDU), der 2009 auf 31,6 Prozent kam, ist auch diesmal nur Außenseiter.

Außerdem treten im Süd-Wahlkreis Jörg Löbe (FDP), Anna von Spiczak (Grüne), Marc Mulia (Linke) sowie jeweils ein Kandidat der Piraten und der NPD an. Im Wahlkreis 116 (der Duisburger Norden, der Bezirk Homberg/Ruhrort/Baerl sowie Duissern) geht erstmals Mahmut Özdemir für die SPD ins Rennen, nachdem Hans Pflug wie berichtet nach viele Jahren nicht mehr antritt. Pflug bekam zuletzt 47,6 Prozent. Ob dem 26-jährigen Özdemir ein ähnlich gutes Ergebnis gelingt, bleibt abzuwarten. Außerdem treten im Nord-Kreis Volker Mosblech (CDU), Frank Albrecht (FDP), Matthias Schneider (Grüne) und Lukas Hirtz (Linke) an. Daneben gibt es Bewerber der Piraten, der NPD, der MLPD und der AfD.

Mit der Zweitstimme legen auch die Duisburger die Zusammensetzung des künftigen Bundestages fest. Hier ist die Qual der Wahl besonders groß, gehen doch nicht weniger als 22 Parteien und Gruppierungen an den Start. Außer den beiden direkt Gewählten wird wohl kein weiterer Kandidat aus Duisburg in den Bundestag einziehen. Dann dafür müssten die Kandidaten auf den sogenannten Landeslisten von ihren Parteien weit vorne platziert sein — und das ist bei den Duisburgern nicht der Fall. Übrigens: Wer morgen seine Wahlbenachrichtigung nicht findet, kann dennoch abstimmen; er muss seinen Personalausweis mitbringen.

(RP)