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Kommentar: Gefährliches Spiel mit viel Geld

Kommentar : Gefährliches Spiel mit viel Geld

Der OB wollte noch vor der Kommunalwahl in Sachen MSV und Arena Klarheit und hat Wort gehalten. Will er sich als Stadion-Retter feiern lassen, sollte er sich aber vielleicht noch etwas Zeit lassen. Denn die von ihm vorgeschlagene Konstruktion birgt eine ganze Reihe von Unwägbarkeiten, für die möglicherweise der Steuerzahler blechen muss.

Was ist, wenn die Drittklassigkeit ein zu hoher Anspruch ist? Was passiert, wenn zum Beispiel Leistungsträger in der Mannschaft für längere Zeit ausfallen und für einen sportlichen Misserfolg sorgen? Welchen Plan-B haben die Stadtverantwortlichen für den Fall in der Schublade, dass die Spielbetriebsgesellschaft den Schuldenschnitt nicht hinbekommt? Und wie teuer kommt uns das Geschäft wirklich — 500 000 Euro Kaufsumme und Verzicht auf Rückzahlung des einst gewährten Zwei-Millionen-Euro-Kredites dahingestellt?

Es hat den Anschein, als sei die Stadtspitze an längeren Diskussionen nicht interessiert. Das stößt nicht nur bei der Opposition auf Kritik. Auch aus der SPD ist bereits zu hören, dass man über diesen großen Deal gerne ausführlicher informiert worden wäre und Zeit gehabt hätte, über die Konsequenzen nachzudenken. hch

(RP)