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Duisburg: Gedenkfeier für Opfer der Weltkriege

Duisburg : Gedenkfeier für Opfer der Weltkriege

Am Denkmal auf dem Buchholzer Friedhof wurde gestern anlässlich des Volkstrauertags ein Kranz niedergelegt. Eingeladen zu der Gedenkfeier hatten der Buchholzer Bürgerverein und der VdK Duisburg-Buchholz.

Am gestrigen Volkstrauertag wurden auf zahlreichen Friedhöfen Kränze zum Gedenken an die gefallenen Soldaten und die zivilen Opfer des Ersten und des Zweiten Weltkrieges niedergelegt. Auch der Buchholzer Bürgerverein und der Sozialverband VdK Duisburg-Buchholz hatten zu einem Schweigemarsch von der evangelischen Jesus-Christus-Kirche zum Buchholzer Friedhof eingeladen, um dort der Kriegstoten zu gedenken.

So trafen sich die Mitglieder des Bürgervereins und des Sozialverbandes, des Tambourcorps Rheinklänge, die St.-Sebastianus-Schützenbruderschaft, die Kameradschaftliche Vereinigung Duisburg-Großenbaum und Bürger vor der Kirche. Gemeinsam machte sich der Schweigemarsch zu leisen Trommelschlägen der Rheinklänge auf den Weg. In Friedhofsnähe setzten Trommelwirbel ein, und die Vereine nahmen Aufstellung an dem Ehrenmal.

Während die Kirchenglocken schlugen, begrüßte Peter Griebeling, Vorsitzender des Bürgervereins und Ratsmitglied, die rund 80 Teilnehmer. Die Ansprache zu diesem stillen Feiertag übernahm die Landtagsabgeordnete Petra Vogt. Sie machte deutlich, wie wichtig der Volkstrauertag auch heute noch sei, um der vielen Soldaten zu gedenken, die ihr Leben auf unzähligen Schlachtfeldern ließen, und der vielen Millionen zivilen Opfer, die durch die Weltkriege und deren Folgen ihr Leben verloren. "An vielen Orten auf der Welt toben auch gerade jetzt noch kriegerische Auseinandersetzungen, und dort riskieren täglich auch deutsche Soldaten ihr Leben", betonte Vogt. Und so lange die Gefahren von Kriegen bestünden, so lange sollte auch dieser Tag den vielen Opfern gewidmet sein. Vogt sieht diesen Tag als Gelegenheit, um über das nachzudenken, was in der Vergangenheit geschehen ist und wie es in der Zukunft weitergehen soll. "Wir stellen uns ein anderes Europa vor", sagte sie. Dieser Tag solle außerdem "mahnen, dass Frieden und Wohlstand nicht selbstverständlich sind" und daran erinnern, wie groß die Gefahr für erneute Kriege sei. Daher solle sich jeder dazu gemahnt fühlen, in seinem Handeln nach Eintracht und Frieden zu streben und allen Bestrebungen zuwiderzuhandeln, die den Frieden gefährden. Nach diesen Worten ertönte das Lied "Der gute Kamerad", in vertonter Form besser bekannt als "Ich hatt' einen Kameraden". Das Tambourcorps Rheinklänge spielte es gemäß dem Trauerzeremoniell der deutschen Bundeswehr zu Begräbnissen von militärischen Ehren. Abschließend legten Mitglieder der St.-Sebastianus-Schützenbruderschaft einen Kranz nieder, und nach einem Dank von Peter Griebeling löste sich die Gemeinschaft in stiller Andacht wieder auf.

(amra)