Duisburg: Gebag baut 30 Sozialwohnungen

Duisburg : Gebag baut 30 Sozialwohnungen

Im Wohnpark Neuenhof errichtet die Wohnungsbaugesellschaft Unterkünfte für Mieter mit wenig Geld. Außerdem entsteht dort ein Servicebüro für den Bezirk Süd. Die Fertigstellung ist für den Sommer 2019 geplant.

Das Leben in der Stadt wird immer teurer, heißt es. Deswegen fordern immer mehr Bürger Sozialwohnungen, also solche, die sich auch Geringverdiener leisten können. Im Duisburger Süden, direkt neben dem teuren Düsseldorf, sind solche Wohnungen aber Mangelware: Der Anteil von Sozialwohnungen liegt in Buchholz, Wanheim, Huckingen und Co. bei insgesamt knapp sieben Prozent. Zu wenig? Das Immobilienunternehmen Gebag sagt Ja und startet ein Bauprojekt.

Im Wohnpark Neuenhof entstehen zurzeit 30 öffentlich geförderte Wohnungen, außerdem ein Gebag-Service-Büro. Dort können Mieter aus dem ganzen Duisburger Süden alle Angelegenheiten rund um ihre Wohnung klären: Bescheinigungen abgeben, Beschwerden loswerden oder Fragen klären. Der Weg zur Gebag-Zentrale an der Tiergartenstraße ist somit für die Mieter aus dem Süden Geschichte.

"Die Bagger sind schon da", sagt Gerhild Gössing, Sprecherin der Gebag. Sie ergänzt: "Am gebrannten Heidgen werden insgesamt zwei Gebäude errichtet. Das Projekt rundet den Bezirk am Neuenhof ab. Die Wohnungen passen dort sehr gut rein."

Das Bauprojekt beginnt noch in diesem Monat und soll voraussichtlich im Sommer 2019 fertig sein. Dann können die drei verschiedenen Wohnungs-Kategorien bezogen werden: Geplant sind eine Vier-Zimmer-Wohnung von 95 Quadratmetern, elf Drei-Zimmer-Wohnungen à 79 Quadratmeter und 18 Zwei-Zimmer-Wohnungen zu je 58 Quadratmetern. Zukünftige Mieter müssen einen Wohnberechtigungsschein vorlegen. Der Mietpreis beträgt 5,25 Euro pro Quadratmeter, das heißt, bei einer Zwei-Zimmer-Wohnung belaufen sich die monatlichen Mietkosten auf 304,50 Euro.

Die Bagger rollen schon Am gebrannten Heidgen. Foto: Herbert Höltgen

Die Differenz zum durchschnittlichen Mietpreis im Duisburger Süden fällt gar nicht so hoch aus. In Mündelheim beträgt dieser zum Beispiel 5,82 Euro, in Buchholz 6,91 Euro, in Huckingen 6,97 Euro und in Wanheim 6,17 Euro. Gerhild Gössing betont aber: "Klar gibt es in Duisburg günstige Wohnungen. Aber die Mieter bekommen für ihr Geld einen Neubau mit technisch hohem und modernem Standard." Heißt zum Beispiel: neue Elektrik, Wärmedämmung, moderne Fliesen und Fenster.

Der Bau der beiden neuen Gebäude kostet insgesamt 5,8 Millionen Euro, wird aber vom Land gefördert. Gössing erklärt: "Wir bekommen günstigere Kredite, kriegen aber nichts geschenkt." Es ist nicht das erste Sozialwohnungs-Projekt der Gebag im Duisburger Süden. Aber bis das jetzige fertiggestellt ist, sind weitere Sozialwohnungen vorerst nicht in Planung.

(RP)
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