Duisburg: Für den Standort werben

Duisburg : Für den Standort werben

Die Entwicklung der City geht weiter: Auf der Immobilienmesse MIPIM wird auch das Gebäude der Zentralbibliothek im Fokus stehen. Es könnte künftig eine Scharnierfunktion zwischen Forum und Königsgalerie übernehmen.

Das Fachblatt Immobilien Zeitung wusste es: "Der Aufstieg Duisburgs aus der immobilienwirtschaftlichen Diaspora zu einem Standort, den die Branche wahrnimmt und an dem man durchaus gute Geschäfte machen kann", sei eng mit dem Namen Sauerland verknüpft. "Er war derjenige, der die Stadt zu einem der spannendsten Immobilienstandorte in NRW macht", heißt es in dem Magazin weiter.

Nun soll diese Erfolgsgeschichte auch ohne Sauerland fortgeschrieben werden. Zum Beispiel auf der Gewerbeimmobilienmesse MIPIM in Cannes, die vom 6. bis 9. März stattfindet. Wie in jedem Frühjahr treffen sich die Entscheider der Branche an der Côte d'Azur — mehr zum "netzwerken" und zum Meinungsaustausch als zur Realisierung konkreter Projekte. Wer allerdings aus der "immobilienwirtschaftlichen Diaspora" entkommen will, der kann es sich nicht erlauben, dort nicht vertreten zu sein.

Das meint auch Ralf Meurer, Geschäftsführer der Gesellschaft für Wirtschaftsförderung (GFW) in Duisburg. Seitdem die Duisburger in Cannes an neuer Stelle am NRW-Gemeinschaftsstand vertreten sind, ist der Auftritt im Palais des Festival sogar noch etwas wichtiger geworden. "Wenn wir auf der Schiene Rhein-Ruhr auftreten, in direkter Nachbarschaft zu Düsseldorf und Köln, ist das für den hiesigen Standort nur positiv", so Meurer.

Der Messeauftritt am nordrhein-westfälischen Gemeinschaftsstand schlägt für Duisburg mit rund 50 000 Euro zu Buche. Rund 80 Prozent der Kosten werden bei den Großstädten in der Regel refinanziert. "Ohne Sponsoren wäre das nicht machbar", so Meurer.

In diesem Jahr geht es unter anderem auch um das "Quartier 1" der Duisburger Freiheit. Die Aurelis als Entwickler wird hier für ihre geplanten Büroimmobilien die Werbetrommel rühren. Auch das Gebäude der Zentralbibliothek rückt nun verstärkt in den Mittelpunkt des Interesses.

Nachdem der Abriss des Boeckerhauses sichtbar voranschreitet und so der Baubeginn für das Stadtfenster mit Bibliothek, Volkshochschule und NS-Dokumentationszentrum näher rückt, können sich Investoren schon einmal Gedanken um die Entwicklung an der Düsseldorfer Straße machen.

Es soll fünf ernsthafte Investoren geben, die eine gelungene städtebauliche Verbindung zwischen dem Forum und der Königsgalerie ins Auge fassen. "Für dieses Vorhaben wird es schon bald eine Ausschreibung geben", sagt der GFW-Chef.

(RP/rl)
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