Duisburg: Fünfte Jahreszeit eingeläutet

Duisburg : Fünfte Jahreszeit eingeläutet

Am Samstag startete der Duisburger Karneval in die neue Session. Bei der großen Auftakt-Veranstaltung des HDK versammelten sich Gesellschaften und Musikzüge auf dem König-Heinrich-Platz und weckten den Hoppeditz auf.

Petrus meinte es diesmal besonders gut mit den Karnevalisten. Unter strahlend blauem Himmel versammelten sich die Duisburger Jecken am Samstagvormittag auf dem König-Heinrich-Platz, um die fünfte Jahreszeit einzuläuten. Mit einem dreifachen Helau auf Duisburg leiteten Michael Jansen, Präsident des Hauptausschusses Duisburger Karnevals (HDK), und sein Geschäftsführer Joachim Loosen die Eröffnungszeremonie ein und begrüßten sämtliche Karnevalsvereine aus den Stadtteilen.

Außerordentlich stolz zeigte sich Jansen in karnevalistischer Gardeuniform über den Karneval in Duisburg: "Der Duisburger Karneval ist sehr groß, da brauchen wir uns vor Karneval-Metropolen wie Köln nicht zu verstecken. Karneval ist hier bereits zu einem Stück Kultur geworden", sagte er. "Die fünfte Jahreszeit ist in Duisburg ein kulturelles Brauchtum", so Udo Vohl, Ratsherr und stellvertretender Vorsitzender des Kulturausschusses, und bedankte sich bei den Karnevalisten für ihr Engagement.

Kanonenschüsse zeigen Wirkung

"Es wird nun Zeit, den Hoppeditz aufzuwecken", gab Michael Jansen kund. Zwei Helfer schleppten den schlummernden Hoppeditz mit zerzausten roten Haaren, grell geschminktem Gesicht und Kostüm auf einer Trage auf die Bühne. Um 11.11 Uhr ertönten drei Kanonenschüsse in der Innenstadt, die gemeinsam mit einem Schlückchen Bier den Hoppeditz aus seinem langen Schlaf wachrütteln sollten. Die Prozedur wurde wiederholt, und schließlich stemmte sich der Hoppeditz benommen auf seine Beine und trat ans Mikrofon. Mit krächzender und lauter Stimme stellte er allerlei Ereignisse aus Duisburg und der Welt der vergangenen Monate humoristisch dar. So amüsierte er sich reimend über die Griechenland-Krise: "Und wer hilft mir, wenn ich pleite bin? Ich gehe einfach zu meinen Kollegen hin. Dann machen wir eine Riesenfete, und ich bekomm' von denen ein bisschen Knete." Auch über den mäßig guten Sommer und andere politische und gesellschaftliche Sensationen des Jahres machte sich der Hoppeditz lustig.

Bis in die späten Nachmittagstunden feierten die Jecken den Beginn der fünften Jahreszeit auf dem König-Heinrich-Platz. Auf der Showbühne gaben Mitglieder der Karnevalsvereine einstudierte Tanz- und Gesangseinlagen zum Besten. Die Besucher waren eingeladen, bei einem Bier und einem Würstchen die fröhliche Stimmung zu genießen.

(RP/ila)