Duisburg: Fünf Tonnen hochmoderne Technik für Johannes Klinik

Duisburg: Fünf Tonnen hochmoderne Technik für Johannes Klinik

Das Zentrum für Strahlentherapie und Nuklearmedizin an der Helios St. Johannes Klinik in Alt-Hamborn bekommt einen neuen Linearbeschleuniger. Bevor das millionenteure Gerät im Frühjahr unter anderem Krebs- und Arthrosepatienten schonend therapieren kann, muss es zunächst in sein neues Zuhause gewuchtet werden. Das geht nur mit enormem Fingerspitzengefühl, einem großen Kran und viel Geduld.

Denn nicht nur das Abladen von einem 32-Tonnen-Lkw ist schon ein Kraftakt, das massive, aus mehreren Teilen bestehende Gerät muss zudem auch noch innerhalb des Gebäudes in den von meterdicken Wänden umgebenen Bestrahlungsbunker bugsiert werden. Da sind viele Hände und Augenmaß gefragt, mehrere Stunden haben die Techniker und Handwerker für die Aktion angesetzt.

Doch der Aufwand soll sich lohnen: "Denn nach Ankunft und Einbau bietet das fast fünf Tonnen schwere Gerät ab dem Frühjahr 2018 Medizintechnik auf höchstem Niveau und vor allem neue Hoffnung für Patienten mit schwer erreichbaren Tumoren", so Helios.

Bis es soweit ist, sind die Spezialisten der Technik im Einsatz. Sie werden mehrere Wochen brauchen, um den Linearbeschleuniger anzuschließen, alle Kabel zu verlegen und die Software zu testen. Das Gerät - grauweiß und rund drei mal zwei Meter groß - löst das vorhandene Modell ab.

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In seinem Inneren beherbergt es eine Menge moderner Bestrahlungsverfahren. Dazu kommen spezielle, sehr aufwendige stereotaktische Bestrahlungen, etwa bei kleinen Tumoren und Metastasen. Hier werden die zu behandelnden Zielpunkte im Körper des Patienten mit einer Genauigkeit von wenigen Millimetern und spezieller Technik "beschossen".

Besonders ist auch das so genannte Atemgating, das unter anderem bei der Behandlung von Brusttumoren zum Einsatz kommt. Im Frühjahr nimmt auch noch ein neues Computertomografiegerät seinen Dienst in der Praxis auf.

(RP)