Frühjahrskonzert des Polizeichors Duisburg

Frühjahrskonzert des Polizeichors : Ein buntes Spektakel an Chormusik

Der Polizeichor Duisburg veranstaltete sein Frühjahrskonzert mit „himmlischen Gästen“.

Es ist schon viele Jahre Tradition, dass der Polizeichor Duisburg immer einen Tag vor dem Muttertag sein Frühjahrskonzert im Steinhof in Huckingen veranstaltet. Viele neue Gesichter gab es zu sehen. Erfreulich war, dass sich auch der Tenor verstärkt hatte. Und so standen knapp 50 Sänger auf der Bühne und zeigten, was sie in den letzten Monaten gelernt hatten.

Der musikalische Leiter, Axel Quast, hatte ein Programm zusammengestellt, das Altbewährtes, Neues und auch Überraschendes enthielt. Alte Noten wurden ausgekramt und neue Noten waren angeschafft worden. Nun hatten auch die neuen Sänger die Möglichkeit, ihren Gesang zu präsentieren.

Begrüßt wurde das Publikum mit dem traditionellen Polizeigruß „Wo froh Musik erklingt, und man mit Freuden singt, ist Ihre Polizei, mit Herz und Stimm´dabei“. Das erfreute auch die anwesende Polizeipräsidentin Elke Bartels.

Das Programm enthielt volkstümliche Weisen aus den verschiedensten Regionen wie beispielsweise Italien („O sole mio“) und den USA („Cotton fields“), aber auch „Spanische Skizzen“, eine schwungvolle Tarantella und „Moskau“ oder einen Schlager-Hit von Ralph Siegel. Von einem Lied aus Mexiko („Adelita“) bis hin zu bekannten Ohrwürmern wie „Wochenend und Sonnenschein“, einst von den Comedian Harmonists gesungen, war alles dabei. Am Klavier saß Martin Fratz, ein exzellenter Musiker, der mit seinem Spiel Schwung brachte. Er ist schon seit Jahren ein guter Freund und Begleiter des Chores. Den Sängern merkte man an, dass sie fleißig für diese Veranstaltung geübt hatten. Lediglich bei dem A-cappella-Stück „Der Bajazzo“ kamen kleinere Unebenheiten vor.

Die Auswahl an Liedern hat jedenfalls einen guten Anklang gefunden. Zwei Lieder von Udo Jürgens „Griechischer Wein“ und „Ich war noch niemals in New York“ sowie das vielleicht ein wenig zu flott gesungene „Über den Wolken“ von Reinhard Mey kamen auch im Programm vor. Heiterkeit kam auf, als sich der Solist des Chores, Bassist Klaus Hermann, nach vorne stellte, um ein Solo zu singen. Ein Zuschauer rief aus dem Publikum „Jetzt kommt „Jerusalem“, das man von den Weihnachtskonzerten kennt. Er und alle anderen Zuhörer konnten dann aber der heiteren Geschichte „In der Bar zum Krokodil“ lauschen. Wunderbar war auch die Solo-Einlage über den herrlichen Baikal-See.

Kein Frühjahrskonzert ohne einen musikalischen Gast: Dieses Mal waren es über 30 Sängerinnen und Sänger aus Krefeld. Der Gospelchor „Living Voices“ unter der Leitung von Peter Mante brachte den Zuhörern „Himmlisches“ zu Gehör. Die Stücke, die der Chor darbot, werden als Contemporary Black Gospel bezeichnet, Stücke, die erst in letzter Zeit oder ganz aktuell komponiert wurden. Traumhafte Stimmen entführten die Zuhörer in eine neue Art von Kirchenmusik.

Es gab aber auch Bekanntes zu hören wie „O happy day“ sowie „Amen/Michael row“ und „You raise me up“. Stimmkräftig waren sie jedenfalls, die Gäste in ihren Roben. Das merkte man auch beim gemeinsamen Singen mit dem Polizeichor, als das „Hallelujah“, von Leonard Cohen leider ein wenig zu laut gesungen wurde. Dennoch, das Frühjahrskonzert hat wieder einmal gezeigt, dass Chormusik sehr vielseitig sein kann und Singen einfach Freude macht. Mit einem „Dankeschön und „Auf wiedersehn“ verabschiedeten sich die Sänger.

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