Friday for Future Demonstration beginnt am Freitag in Duisburg

Schülerproteste : Schüler demonstrieren für den Klimaschutz

Schon länger folgen Schüler und Studenten der Bewegung „Friday for Future“. Nun gibt es auch in Duisburg eine Ortsgruppe.

(krü) Es ist später Nachmittag. Gerade erst ist für Rebecca Rasp (17) die Schule aus. Und während sie vielleicht noch den letzten Stoff aus der Mathestunde gedanklich einordnet, muss sie sich beeilen, um pünktlich bei ihrem nächsten Treffen zu sein. Zusammen mit 18 weiteren Schülern will sie der Bewegung „Friday for Future“, kurz FfF, folgen, und, wie sie selbst sagt, „unseren Planeten beschützen“.

Es scheint ein Aufruf in letzter Sekunde zu sein, dem in Deutschland und weltweit junge Menschen folgen. Und nun erstmals auch in Duisburg. Zirka 50 Schüler halten am nächsten Freitag für die „Nullstunde des Klimawandels“ ihre Plakate hoch und streiken für den aus ihrer Sicht längst fälligen Schutz der Erde. „Wir sind die letzte Generation, die noch aufrütteln kann“, meint Rebecca Rasp. Danach sei es vielleicht schon zu spät.

Auf die Idee hat sie ihr Biologie-Lehrer gebracht. „Er erzählte uns von der Initiative FfF“, erinnert sich Rebecca. Und nun demonstrieren sie mit Forderungen wie „Klimaschutz statt Kohleschmutz“ und Parolen wie „Tagebau ist Zukunftsklau“. Die junge Gruppe zeigt, worauf sie hinaus will: „Wir müssen mehr in erneuerbare Energie investieren – und zwar schnell.“ Der Steinkohle-Abbau ist vorbei. Aber was sei mit der Braunkohle?

Eine Meinung mit der die Abiturientin nicht allein ist. Da gibt es Lucas Anacker (17), der die Ortsgruppe gegründet hat und Yannick Redweik, der sich um die Planung und Anmeldung der Demo gekümmert hat. „Dabei bin ich gar nicht aus Duisburg“, erklärt der 21-jährige Student aus Bremen. Die Liebe habe ihn in die Nähe Duisburgs geführt, und weil er gerade Semesterferien hat und sich schon länger mit der Bewegung „Friday for Future beschäftigt, „habe ich mich kurzerhand entschlossen, mich in Duisburg einzusetzen“, sagt er.

Als Organisator hat er viele Aufgaben auf der Agenda, „die ein Schüler gar nicht erledigen könnte“. So hatte die Polizei vormittags zu einem Planungsgespräch eingeladen, um alle Einzelheiten für die Freitagsdemo zu klären. „Aber welcher Schüler kann den Termin denn wahrnehmen? Vormittags ist Schule und der Freitag ist ja schon außerhalb der Ordnung“, erklärt er. Das ist auch der Grund, warum Yannick Redweik alle Beteiligten noch einmal warnt: „Wer ohne Erlaubnis von der Schule wegbleibt, begeht eine Ordnungswidrigkeit.“

In Duisburg ziehen die jungen Aktivisten ab 10 Uhr vom Hauptbahnhof bis zum Rathaus. „Mit der Stadt haben wir noch nicht gesprochen“, sagt Yannick Redweik.

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