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Duisburg: Freie Duisburger Künstler stellen aus

Duisburg : Freie Duisburger Künstler stellen aus

Rheinhausen Trickfilme, Holzskulpturen, Zeichnungen und mehr sind ab morgen in der Galerie Rheinhausen zu sehen. Die Werkschau der Freien Duisburger Künstler gestalten Fee Brandenburg, Cornelia Schweinoch-Kröning und Friederike Berchem.

Direkt ins Auge fallen dem Betrachter die Objektkästen von Fee Brandenburg. Die 32-Jährige hat sich hierbei von Computerspielen inspirieren lassen. "Eigentlich geht es doch meist um eines: Es gibt einen Held, und der muss Monster plattmachen", sagt die Mülheimerin. Genau davon handeln ihre Objektkästen, die als verschiedene Level eines Computerspiels zu verstehen sind. In jedem Kasten läuft ein kleiner Trickfilm ab, dessen Welt sich weiter über den Monitor hinaus erstreckt. In der "Unterwelt" etwa züngeln orange-rote Flammen aus Papier, im "Zwischenmeer" brechen Wellen aus blauem Stoff.

Friederike Berchem hat sich der Natur verschrieben. Die 60-jährige Rheinhauserin zeigt in der Ausstellung fast ausschließlich Objekte, die sie am Rhein gefunden und mit Säge, Meißel, Schnitzmesser und Schleifpapier bearbeitet hat.

Fundsachen aus dem Rhein

Gefundenes wie Draht, Steine, Holzstücke setzt die Künstlerin in ganz neue Verbindungen zueinander. Einen verrosteten Fahrradsattel etwa montiert sie auf ein Stück Holz. Ein Stück Plastik klebt sie auf eine Holzplatte und führt die eigenartige Maserung auf dem "Rahmen" weiter. Ein Stück Holz bearbeitet sie so, dass in der Mitte schließlich ein großes Loch entsteht – genau die richtige Stelle für einen weißen Marmorstein.

Cornelia Schweinoch-Kröning zeigt unter den Titeln "Sturmstrandlandschaft" und "Aus dem Meer" Zeichnungen aus den Jahren 2009 bis 2011. Ausgangspunkt ist, wie bei Berchem auch, immer die Natur. "Ich laufe auf Formentera herum, beobachte die Natur und setze mich später damit auseinander, was ich gesehen habe", erklärt die 56-jährige Duisburgerin. Tiere, Treibholz, Steine und alles, was das Meer anschwemmt, finden sich in ihren Zeichnungen aus Graphit und Aquarellfarbe wieder. Sie zeichne dabei niemals einfach ab, sondern setze die Dinge in einen neuen Kontext, betont sie. Oft arbeitet die Künstlerin auch an mehreren Zeichnungen gleichzeitig, vervollständigt hier wieder etwas, fügt da noch ein Detail hinzu.

Die Ausstellung wird morgen um 19.30 Uhr eröffnet. Die Werke in der Galerie Rheinhausen in der Bezirksbibliothek, Händelstraße 6, sind bis 13. Januar zu sehen. Öffnungszeiten: dienstags bis freitags von 10 bis 13 Uhr sowie von 14 bis 19 Uhr, samstags von 10 bis 13 Uhr.

(RP)