Frank-Walter Steinmeier in Duisburg-Marxloh: Besuch ist ein wichtiges Signal

Steinmeier in Duisburg-Marxloh: Ein wichtiger Besuch

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier besucht Problemviertel Duisburg-Marxloh

Der Bundespräsident besucht Duisburg - und lässt sich in Marxloh herumführen. Nicht jeder ist damit glücklich: Wem hilft es, wenn Politiker Problemviertel besichtigen? Unsere Autorin meint: Der Präsidenten-Besuch ist dennoch ein wichtiges Signal.

Es ist immer eine zwiespältige Angelegenheit, wenn hochrangige Politiker sogenannte Problemviertel aufsuchen. Was sie dort zu sehen bekommen, kann nur ein Ausschnitt der Realität sein, und manchmal ist auch dieser noch geschönt.

So verhält es sich auch beim Besuch von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier in Duisburg-Marxloh. Nicht jeder ist glücklich mit diesem Ortstermin. Von "Katastrophentourismus" sprach ein ehemaliger Geschäftsführer der Duisburger Arbeiterwohlfahrt. Und immer wieder ist da der Vorwurf, Steinmeier sehe ohnehin nur eine weichgezeichnete Version der Realität in Marxloh.

Natürlich: Vor dem Besuch des Präsidenten fand ein Großreinemachen statt, und natürlich bekam Steinmeier vor allem Projekte zu sehen, die zu Hoffnung Anlass geben.

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Trotzdem ist es richtig, dass sich Steinmeier auf seiner Reise durch NRW nicht nur die schönen Ecken des Landes zeigen ließ. Hätte er das getan, wäre die Kritik wohl noch heftiger ausgefallen.

Wenn sich auch durch den Besuch des Staatsoberhaupts nicht gleich spürbar etwas in Marxloh verändern wird, so hat er damit doch all jenen Respekt gezollt, die dort wirken. Und ein Signal gesetzt, dass Marxloh ein Stadtteil ist, der nicht in Vergessenheit geraten darf.

(kib)