Duisburg: Forum an Investor verkauft

Duisburg: Forum an Investor verkauft

Die Multi Corporation braucht frisches Geld. Im Wirtschaftsdeutsch wird das so formuliert: "Multi wird mit den Erlösen aus der Transaktion seine Eigenkapitalausstattung stärken und damit in der Lage sein, sich bietende Gelegenheiten für das Development und das Re-Development zu nutzen." So heißt es jedenfalls in der Pressemitteilung aus Gouda und Duisburg. Die im Gouda ansässige Multi-Gruppe verkauft 15 Prozent ihrer Shopping-Center an die niederländische Investorengruppe Corio. Dazu gehören neben dem Forum Duisburg (228 Millionen Euro) auch die Centrum Galerie Dresden (278 Millionen), das Boulevard Berlin, die Arneken Galerie in Hildesheim, die künftige Königsgalerie in Duisburg, das Quartier an der Stadtmauer in Bamberg sowie ein Projekt in Madrid und eines im portugiesischen Guimaraes. Gesamtwert dieses Immobilienpaketes: rund 1,3 Milliarden Euro. Die Kartellbehörden müssen der Transaktion noch zustimmen. Es wird damit gerechnet, dass der Verkauf noch im April abgeschlossen wird.

Nach außen hin wird sich in Duisburg durch den Verkauf nicht viel ändern, zumal auch die Deutschland Tochter von Multi Corporation, die Multi Development Germany GmbH, ihren Firmensitz in Duisburg behalten wird. "Auch die Pläne für den Bau unserer neuen Firmenzentrale an der Mercatorstraße sind davon nicht betroffen", erklärte gestern Firmensprecherin Eva Katrin Meier auf Anfrage der RP.

Das Centermanagement des Forums wird auf die Corio übergehen. "Die Mannschaft bleibt aber so, wie sie jetzt ist", so Eva Katrin Meier. Für das Marketing und die Nachvermietung wollen die beiden Gruppen Multi Development und Corio künftig stärken zusammenarbeiten. Geplant ist dafür die Gründung einer gemeinsamen Joint-Venture-Gesellschaft. Die Pläne für den Ausbau der Königsgalerie sind durch den Verkauf ebenfalls nicht betroffen. "Die Entwicklung bleibt weiter bei MD", sagte die Firmensprecherin. Hans van Veggel, der niederländische Vorstandschef von Multi Corporation, bezeichnete die Transaktion als "strategisch wichtig für die laufende Finanzierung und die Entwicklung weiterer Projekte". Schließlich hat sich Multi Development ja auch noch die Entwicklung des Stadtfensters mit Stadtbibliothek, Volkshochschule und NS-Dokumentationszentrum vorgenommen.

(RP)