Folkwang-Studierende stellen im Duisburger Kunstverein aus

Ausstellung im Kunstverein : Folkwang-Studierende zeigen aktuelle Arbeiten

Der Kunstverein Duisburg eröffnet am Freitagabend um 19 Uhr seine neue Ausstellung mit dem Titel „Freiraum Folkwang“. In der Galerie im Erdgeschoss sowie im Treppenhaus zeigen 20 aktuelle und ehemalige Studierende aus dem Fachbereich Gestaltung der Folkwang-Universität ihre Arbeiten.

Als Kunsthochschule 1927 offiziell gegründet, doch mit Wurzeln versehen, die bis in das Jahr 1911 zurückreichen, wo die Einrichtung einst Staatliche Handwerker- und Kunstgewerbeschule war, vereint Folkwang die Ausbildung aller Künste und ist den Kunstakademien in Düsseldorf und Münster gleichgestellt. Die Ausstellung „Freiraum Folkwang“ zeigt Ergebnisse und Prozesse künstlerischer Gestaltung aus den Studiengängen Fotografie, Heterotopia, Industrial Design und Kommunikationsdesign. „Die präsentierten Arbeiten zeigen Spielräume und Gratwanderungen hinter den kreativen Schaffensprozessen zwischen künstlerischer Freiheit und praktischer Anwendung“, heißt es in der Ankündigung.

Nach der Begrüßung durch Herbert Gorba, den Vorsitzenden des Kunstvereins, werden Sabine Bazan als Mitglied des Kunstvereins und verantwortliche Kuratorin sowie Christoph Dorsz von der Folkwang Universität sprechen. Anschließend gibt es eine zeichnerisch-musikalische Improvisation unter dem Titel „Musiklinie“ mit der Zeichnerin Gloria Ferraro und dem E-Piano-Spieler Fabian Neubauer im Treppenhaus.

Das Konzept für diese Ausstellung entwarfen Bazan, die seit zehn Jahren Mitglied im Kunstverein ist und sich derzeit im Masterstudiengang der Kunst- und Designwissenschaft bei Folkwang befindet, und Dorsz, der als festangestellter Wissenschaftlicher Mitarbeiter bei Folkwang mit Sitz auf Zeche Zollverein arbeitet, im Sommer 2018.

Unter den jetzt gezeigten, teils herausragenden 20 Arbeiten, die im Übrigen alle keine Examensarbeiten sind, gibt es unter anderem Skulpturen (wie die zum Thema „Wahrheit“ über zwei Meter hohe aus Spanplatten von Lukas Lüttgen), Videos (wie das sechseinhalbminütige von Lilli Marlit Lambert und Louisa-Marie Nübel mit dem Titel „Eingespielt“ – ein ungemein witziger, fast schon fluxushafter, absurder Kurzfilm), Installationen (wie „Normpack 208“ von Sophia Feulner, hergestellt aus weißen kunststoffartigen Pflanzenverpackungen und versehen mit programmierten LED-Stripes) und Wandbilder (wie das von Sissy Schneider, deren Arbeit „100GeNe“ das Ergebnis einer Kommunikation zwischen Drucker und Scanner ist und eine verblüffende 3D-Wirkung hat).

Die Ausstellung ist noch bis zum 24. Februar zu sehen. Der Eintritt ist frei. Infos unter www.kunstverein-duisburg.de.

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