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Duisburg: Förster verprügelt: Schläger gefasst

Duisburg : Förster verprügelt: Schläger gefasst

Der Duisburger Stadtförster Axel Freude ist nach der brutalen Attacke von Jugendlichen auf dem Weg der Besserung. Die Polizei hat den ersten Täter gefasst.

Einen Tag, nachdem der Duisburger Revierförster Axel Freude aus dem Krankenhaus entlassen wurde, hat die Polizei am Dienstag einen der Schläger festgenommen, die für den brutalen Angriff auf Freude verantwortlich sein sollen. "Einen Täter haben wir ermittelt, nach zwei weiteren suchen wir noch", sagte ein Polizeisprecher. Man sei aber optimistisch, bald alle Verantwortlichen identifiziert zu haben.

Freude war am Freitagabend bei einem privaten Spaziergang durch das beliebte Naherholungsgebiet an der Sechs-Seen-Platte von Jugendlichen angegriffen und schwer verletzt worden.

Mittlerweile ist Axel Freude wieder zu Hause, erholt sich dort von seinen Verletzungen. "Wir haben mit ihm Kontakt aufgenommen. Ihm geht es den Umständen entsprechend gut", sagte eine Stadtsprecherin. Der Oberbürgermeister habe einen Blumenstrauß mit den besten Wünschen geschickt, "darüber hinaus wird die Stadt alles tun, sollte Herr Freude zu einem späteren Zeitpunkt eine Hilfestellung benötigen".

Am Montag hatte die Polizei erste Zeugen vernommen, Dienstag sprach sie mit Freude selbst. Demnach traf der Förster gegen 21.45 Uhr bei seinem Rundgang durch das Waldgebiet an der Sechs-Seen-Platte auf eine Gruppe Jugendlicher. Die etwa zehn Personen sollen sich in einem Unterstand in der Nähe der Unfallklinik aufgehalten und dort ein Feuer entzündet haben. Freude wies die Jugendlichen an, das Feuer zu löschen, daraufhin eskalierte offenbar die Situation.

Freude flüchtete, einige aus der Gruppe verfolgten den Förster. Als sie ihn eingeholt hatten, schlugen sie ihn zu Boden, traten dort weiter auf ihn ein. Freude verlor das Bewusstsein, kurz zuvor hatte er aber bereits die Polizei alarmiert. Als die Beamten am Tatort eintrafen, wurde der Stadtförster von anderen Jugendlichen aus der Gruppe erstversorgt. Das Entsetzen in der Stadt war groß: Unter anderem wurden mehr Kontrollen vor Ort gefordert.

(RP/top/EW)