Duisburg: Förderverein für die St.-Barbara-Kirche

Duisburg : Förderverein für die St.-Barbara-Kirche

Die katholische Kirchengemeinde St. Barbara in Duisburg-Röttgersbach hat jetzt einen neuen Förderverein. Ziel ist, die Mittel zum Unterhalt des Kirchengebäudes, das nach 2015 vom Bistum aufgegeben wird, selber aufzubringen.

Die katholische Kirchengemeinde St. Barbara in Duisburg-Röttgersbach hat jetzt einen Förderverein zum Erhalt des Kirchengebäudes gegründet. Ziel des Vereins ist es, die Mittel zum Unterhalt der Kirche St. Barbara in Zukunft selber aufzubringen und das soziale und kulturelle Engagement der Gemeinde auch nach 2015 fortzusetzen.

Die Initiative zur Gründung des Vereins geht zurück auf die Proteste gegen die Pläne des Ruhrbischofs vor rund einem Jahr, nach denen in Duisburg-Hamborn ursprünglich neun von elf Kirchen geschlossen werden sollten (die RP berichtete) Dieser Protest hatte bundesweit für Aufsehen gesorgt. Ruhrbischof Dr. Franz-Josef Overbeck besuchte die Gemeinden im Duisburger Norden und korrigierte danach – ein wenig – die zuvor gegebenen "verbindlichen Empfehlungen". Nach der neuen Entscheidung des Bischofs zählt St. Barbara ab dem Jahr 2015 zu den sogenannten weiteren Kirchen des Bistums Essen und wird dann keine Kirchensteuermittel zur Gebäudeunterhaltung erhalten.

Mehr als 100 Gemeindemitglieder, darunter auch Eltern des benachbarten Kindergartens St. Barbara, waren der Einladung der Initiatoren und des Gemeinderates gefolgt, um den Förderverein "Rettet St. Barbara" aus der Taufe zu heben. 63 Menschen traten dem Verein als Gründungsmitglieder bereits am Informationstag bei, viele weitere bekundeten ihr Interesse oder nahmen Beitrittsformulare für Freunde und Verwandte mit. In ihrer Ansprache an die Mitgliederversammlung bedankte sich die neu gewählte Vorstandsvorsitzende des Vereins, Angelika Hoffmann, für die Unterstützung, verhehlte den Menschen aber nicht, dass es "bis zur Rettung der Kirche noch ein harter und steiniger Weg sei, den es sich aber lohne, zu gehen".

"Wenn wir keine Hoffnung hätten, säßen wir heute nicht hier", sagte auch die Grundschullehrerin Alexandra Brans. "Diese Kirchengemeinde ist in unserem Stadtteil unverzichtbar, für das soziale und kulturelle Gefüge, für den Bestand des katholischen Kindergartens und für die benachbarte Grundschule am Park", so Frau Brans.

Mittelfristig will der Verein nun zunächst die wertvolle und positive Arbeit der Kirchengemeinde St. Barbara stärken und unterstützen und durch Mitgliedsbeiträge, Spenden und Sponsoren die nötigen Mittel zum Unterhalt der Kirche aufbringen. Ziel des Vereins ist es, die Kirche St. Barbara und die Gemeinderäume nach 2015 in eigener Verantwortung zu betreiben und zu unterhalten.

Viel Arbeit für den neuen Vorstand, der neben Angelika Hoffmann, ehemalige Pfarrgemeinderatsvorsitzende der Pfarrei St. Norbert, Gemeinderatsvorsitzende von St. Barbara und Initiatorin der Proteste gegen den Kirchenkahlschlag aus folgenden Personen besteht: Zur Stellvertreterin Frau Hoffmanns wurde Alexandra Brans, die auch Elternbeiratsvorsitzende im Kindergarten St. Barbara ist, gewählt. Ihr Ehemann Christian Brans, Journalist, übernimmt den Posten des Schriftführers und die Öffentlichkeitsarbeit. Das Amt der Schatzmeisterin übernimmt Susanne Knist-Rychwalski.

Im erweiterten Vorstand ist neben Markus Wojciechowski, der die Gemeinde St. Barbara seit kurzem im Kirchenvorstand der Pfarrei vertritt, auch Pastor Thomas Pulger vertreten. Der Verein führt den Namen "Rettet St. Barbara - Verein der Freunde und Förderer der katholischen Kirche St. Barbara Duisburg-Hamborn". Die Eintragung ins Vereinsregister und die Anerkennung der Gemeinnützigkeit sind beantragt.

Der Förderverein "Rettet St. Barbara" lädt ein, beim Gründungsfest am Sonntag, dem 28. April, ab 11 Uhr, in der Unterkirche St. Barbara bei Livemusik und Bier vom Fass zu feiern.

(RP)
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