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Duisburg: Flüchtling aus Guinea wird nicht abgeschoben

Duisburg : Flüchtling aus Guinea wird nicht abgeschoben

Mamadou Allareny Diallo kann erst einmal aufatmen. Vom zuständigen Bundesamt hat der 19-Jährige jetzt die mündliche Zusage bekommen, dass er nicht abgeschoben wird.

Der 19-Jährige war wie berichtet aus Guinea geflohen und hat zuletzt in Baerl gelebt. Dort erreichte ihn Anfang August die Nachricht, dass er nach Italien abgeschoben werden soll — das europäische Land, auf das er erstmals einen Fuß gesetzt hat. In Italien hätte dem 19-Jährigen jedoch Abschiebehaft gedroht. Um das zu verhindern, hatte ihm die Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde Duisburg-Mitte in Hochfeld Kirchenasyl gewährt.

Der junge Mann leidet aufgrund seiner extrem belastenden Erfahrungen während seiner Flucht unter großen psychischen und physischen Problemen. Vier Gutachten liegen vor, drei davon bescheinigen dem jungen Moslem, dass er nicht reisefähig ist. Dies alles kann jetzt in einem so genannten Clearing-Verfahren näher untersucht und analysiert werden.

"Wir, die Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde Duisburg-Mitte und der Unterstützerkreis, sind froh und dankbar, dass Mamadou Diallo die Abschiebung in eine solche Situation erspart geblieben ist", sagte gestern Thomas Witt von der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde. Bisher habe man jedoch nur eine mündliche Zusage des zuständigen Bundesamtes, dass die Abschiebung nicht stattfinden werde. "Auf eine schriftliche Bestätigung warten wir noch", so Witt. "Was danach passiert, das wissen wir noch nicht." Solange die schriftliche Bestätigung nicht vorliegt, bleibt Diallo im Kirchenasyl.

(RP)