Flic Flac will Firmensitz nach Duisburg verlegen

Bekannter Zirkus: Flic Flac will Firmensitz nach Duisburg verlegen

Der Zirkus "Flic Flac" plant perspektivisch, seinen offiziellen Firmensitz und sein Winterquartier nach Duisburg zu verlegen. Das erklärte Mitbegründer und Besitzer Benno Kastein im Gespräch mit der Redaktion.

Bisher ist das Unternehmen mit rund 30 Festangestellten und einem Jahresumsatz in zweistelliger Millionenhöhe im westfälisch-münsterländischen Borken angesiedelt. Vor dieser Entscheidung müssten aber noch Gespräche mit der Stadt Duisburg geführt werden, so Kastein.

Kastein ist ein Mann der Tat. Der gelernte Schlosser hat in seinem Unternehmen vor allem die technischen Dinge im Blick, die betriebswirtschaftlichen überlässt er seinem Geschäftsführer Uwe Struck. Schon beim Aufbau des 90 Meter langen Riesenzelts auf dem Besucherparkplatz des Landschaftsparks Nord, in dem bis zum Silvester-Sonntag die Weihnachtsshow "Schicht 1" zu sehen war, legte der Zirkusbesitzer aktiv mit Hand an. "Ich bin auch bei 90 Prozent der Vorstellungen selbst vor Ort", erklärt er. Die Show in Duisburg war auch für ihn etwas Besonderes, denn seit kurzem hat der 61-Jährige mit seiner Lebensgefährtin Katinka Palermo seinen Wohnsitz nach Duissern verlegt - genauer gesagt: an den Kaiserberg. "Das ist das erste Mal, dass ich nach einer Show mit dem Fahrrad nach Hause fahren könnte", sagt Kastein und lacht.

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Auch "Flic Flac"-Chef Benno Kastein war zu seiner Artistenzeit ein Hochseil-Künstler. 1989 hatte Kastein den Zirkus "Flic Flac" mit seinem Bruder Lothar in Bocholt gegründet. Beide hatten in den Jahren zuvor als Hochseilartisten auf sich aufmerksam gemacht und zahlreiche Auszeichnungen abgeräumt. Die Inspiration dafür stammte von zahlreichen Zirkusbesuchen, die er als Kind mit seinem Vater Kurt oft unternommen hatte. Nach zehn Jahren als Hochseilkünstler wagte er dann den Sprung in die Zirkus-Selbstständigkeit. "Wäre ich damals Artist geblieben, hätte ich heute nicht so viele graue Haare", so der Unternehmens-Chef mit einem Augenzwinkern.

Wirtschaftlich lief es für die Schausteller anfangs aber alles andere als rund. "Für uns galt es zu Beginn, eine längere Durststrecke zu überstehen. Seit 15 Jahren läuft es aber richtig gut für uns." Auch die aktuelle Show "Schicht 1" sei "sehr gut besucht" gewesen. Und das Besondere: Rund 80 Prozent der Besucher kamen aus Duisburg.

(RPN)