1. NRW
  2. Städte
  3. Duisburg

Duisburg: Filmforum-Verein wächst stetig

Duisburg : Filmforum-Verein wächst stetig

Kulturdezernent Karl Janssen sprach sich bei der Jahreshauptversammlung der "freunde des filmforums" dafür aus, dass der einstige HundertMeister-Zuschuss von 80 000 Euro dem Filmforum zugute kommen soll.

Der Verein "freunde des filmforum" wird immer größer. Auf der Jahreshauptversammlung konnten Vereinsvorsitzender Rainer Zimmermann und Schatzmeisterin Toni Haas jetzt mitteilen, dass die Schallmauer von 250 Mitgliedern durchbrochen ist. 251. Mitglied wurde Kulturdezernent Karl Janssen, der als Gastreferent geladen war und sich nach seinem Vortrag als neues Mitglied anmeldete.

In seinem Vortrag gab Janssen ein klares Bekenntnis zum Filmforum ab ("Duisburg braucht dieses Qualitätskino und diese Location – damit können Sie mich überall zitieren!"). Janssen weiter: "Ich werde mich in der Stadtspitze dafür einsetzen, dass der durch die Schließung des Hundertmeisters einmalig 'freigewordene' Zuschuss in Höhe von 80 000 Euro für das filmforum verwendet wird", – und zwar zur Konsolidierung des von der Bezirksregierung geforderten Sparbeitrags. Der liegt für das Filmforum bei ca. 130 000 Euro jährlich und umfasst damit die Hälfte des Gesamtetats.

Auch Alt-Oberbürgermeister Josef Krings, ein Gründungsmitglied des Vereins, hielt ein eindeutiges Plädoyer für den Erhalt des kommunalen Kinos: "Das Filmforum ragt in seiner Bedeutung für Duisburg weit über die Stadtgrenzen hinaus. Die positive Außenwirkung in die Region hinein wird von den Duisburger Verantwortlichen meiner Meinung nach immer noch kaum angemessen gewürdigt."

  • Auch die Schule am Chorbusch in
    Förderschulen im Rhein-Kreis : Zuschuss für Ausbau der Betreuungsangebote
  • Corona-Pandemie in Remscheid : Kulturfonds soll auch in diesem Jahr Hilfe bieten
  • Krankenhausdirektor Jann Habbinga (2.v.l.) freut sich
    Unterstützung fürs Erkelenzer Krankenhaus : Stiftung schüttet 2000 Euro aus

Im Jahre 2010 hat der Verein die Filmforum GmbH mit insgesamt 13 000 Euro unterstützen können, aufgeteilt wurde es auf die medienpädagogischen Programme für Kinder, die spezielle cineastische Lehrerqualifikation sowie für filmhistorische und filmanalytische Veranstaltungen.

Kai Gottlob, Geschäftsführer der Filmforum GmbH, dankte den Vereinsmitgliedern: "Ohne Ihre Anstrengungen und finanziellen Leistungen wären unsere pädagogischen Angebote in der aktuellen Bandbreite nicht mehr möglich." Die Einrichtung könne sich derzeit noch nicht marktüblichen Wettbewerbsbedingungen stellen: Neben der Tatsache, dass große Teile der Filmforum-Angebote – speziell im medienpädagogoischen Bereich – einen kulturellen und nichtkommerziellen Status hätten, seien keine fairen Wettbewerbsbedingungen gegeben. Neben Personalkosten ließe eine Miete, die an das städtische Immobilien-Management gezahlt werden müsse, keinen kostendeckenden Betrieb zu. Hinzu kämen gravierende energetische Defizite in dem Gebäude, durch die die Nebenkosten in die Höhe getrieben würden.

(RP)