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Duisburg: Feuerwehr übte im Kalderoni-Haus

Duisburg : Feuerwehr übte im Kalderoni-Haus

40 Feuerwehrleute, zwölf Löschfahrzeuge, ein Notdienstfahrzeug, ein Hochhaus mit einer verrauchten Etage und fünf zu rettende Personen – das sind die Fakten, die den Einsatz der Feuerwehr Duisburg am Samstag im Kalderoni-Hochhaus an der Königstraße ausmachten. Überlebende? Verwundete? Bitte einmal durchatmen: es war nur eine Übung! Realistisch und aufregend war sie dennoch.

Drei Wachen mussten für diese Übung leer gezogen werden, um eine neu entwickelte Taktik zur Brandbekämpfung in Hochhäusern zu erproben. Die Lage: bei defektem Aufzug zwei Personen aus Etage elf in Sicherheit bringen; aus Etage zwölf bei dichter Rauchbildung drei vermisste Personen ausfindig machen. Die Taktik: zwei Etagen unter der Brandwohnung ein Depot mit Sanitäter, Feuerwehrtrupps, Schläuchen und Atemschutzgeräte einrichten. Bei 20 Kilogramm Last muss ein Feuerwehrmann schnell handeln können, um im Ernstfall Menschenleben zu retten, so Brandoberinspektor Stephan Steinkamp. Als der Wasserschlauch mit der Trockensteigleitung verbunden wurde und alle Brandhydranten überprüft wurden, konnten sich die ersten Trupps à zwei Mann mit Atemschutzmaske, Sauerstoffflasche und Handlampe ausgerüstet, an die Evakuierung heran wagen. Aufregung und Anspannung lag im wahrsten Sinne des Wortes in der verrauchten Luft. Sicher und im Team evakuierten die Feuerwehrleute im ständigen Funkkontakt zum Einsatztruppenleiter zuerst die elfte Etage, bevor sie mit einer Wärmebildkamera im dichten Nebel der Etage zwölf die vermissten Personen ausfindig machen konnten. Geschafft, aber glücklich über die Rettung der Personen erschienen die Beteiligten am Tageslicht. So konnte Stephan Steinkamp ein positives Fazit ziehen: „Die Übung und die Umsetzung der neuen Taktik waren ein voller Erfolg.“

(RP)