Duisburg: Feuerwehr übt im U-Bahn-Tunnel

Duisburg : Feuerwehr übt im U-Bahn-Tunnel

Mit einer gemeinsamen Großübung mit der DVG überprüfte die Feuerwehr in der Nacht zum Sonntag in Meiderich eine verbesserte Einsatztaktik.

Alle Meidericher, die in der Nacht zum Sonntag möglicherweise beunruhigt auf die vielen Einsatzkräfte rund um den U-Bahn-Bahnhof "Auf dem Damm" blickten, können sich entspannen: Es war nur eine Übung. Feuerwehr und DVG simulierten einen Notfall im Tunnel kurz vor dem Bahnhof. Es wurde ein Brand an einer Bahn im Tunnel simuliert.

Die Feuerwehr Duisburg war mit rund 50 Einsatzkräften der Berufsfeuerwehr und zehn Einsatzkräften des Rettungsdienstes vor Ort. Für die Dokumentation sorgten acht am Szenario unbeteiligte Beobachter. Zudem wurde die Einsatzübung von der Leitstelle der Feuerwehr und der Verkehrsaufsicht der DVG begleitet.

Das Verkehrsunternehmen stellte Tunnel, Fahrzeug und Betriebsanlagen zur Verfügung, damit beide Seiten in einem realistischen Szenario für den Ernstfall proben konnten. "Wir können anhand einer solchen Übung mögliche Schwachstellen in unseren Betriebsabläufen identifizieren und unsere Gefahrenabwehrorganisation überprüfen und verbessern", so Ralf Puschke, Übungsleiter bei der DVG.

Die Feuerwehr muss in regelmäßigen Abständen üben, um für den Ernstfall vorbereitet zu sein - zuletzt vor rund einem Monat, am 14. September. Eine Übung ist immer der Höhepunkt von Vorbereitung und nachträglicher Analyse. Den Sinn dieser "Mitternachtsaktivität" findet man wieder, wenn nach Auswertung der ersten Übung einige Mängel offenbar wurden und sich durch geringe Änderungen in Technik und Taktik der Gesamtablauf verbessern lässt.

Diese überarbeitete Vorgehensweise der Feuerwehr wurde nun durch die zweite Übung positiv bestätigt. Gerade im Bereich der Kommunikation konnte durch Änderung des Funkkanals für die oberirdisch eingesetzten Kräfte eine höhere Sicherheit für die vorgehenden Atemschutztrupps im Tunnel bewirkt werden.

Die Feuerwehr dankt auch der Freiwilligen Feuerwehr, die im Übungszeitraum in die Wachen einrückte, um den Grundschutz zu gewährleisten. Und sie hofft auf das Verständnis der Meidericher, die mit Blaulicht und Fahrzeuglärm aus dem Schlaf gerissen wurden. Als Wiedergutmachung verspricht sie: "Wir sind zu jeder Tag- und Nachtzeit für die Bürger da."

(KN)