Fernbusbahnhof Duisburg kostet 1,7 Millionen Euro

Duisburg: 1,7 Millionen Euro für Fernbusbahnhof

Rund um den Hauptbahnhof werden sich in den kommenden Monaten an mehreren Stellen die Baukräne drehen. Gebaut werden dort zwei Hotels, ein Verwaltungsgebäude für das Landesumweltamt und ein neuer Fernbusbahnhof.

Vertreter des Landes und des Projektentwicklers Aurelis haben gerade erst ihre Unterschriften unter einen Vertrag gesetzt, mit dem geregelt wird, dass das Landesumweltamt (Lanuv) neben dem Südflügel des Hauptbahnhofs eine neue Niederlassung mit Labor- und Bürogebäude bauen wird (wir berichteten). Der Rohbau für das danebenstehende B&B-Hotel hat bereits seine endgültige Höhe erreicht, während schräg gegenüber für das geplante Steigenberger-Hotel die Baugrube ausgehoben ist. Zügig soll es jetzt auch vorangehen auf dem Grundstück neben diesem Hotel. Dort wird die Stadt den neuen Fernbusbahnhof errichten, der zurzeit zur Ostseite des Hauptbahnhofes "ausgelagert" ist und dessen Bau aus dem Infrastrukturprogramm des Bundes finanziert wird. Die Kosten für den neuen Haltepunkt der Fernbusse belaufen sich auf 1,7 Millionen Euro - eine stolze Summe, wenn man bedenkt, dass es sich hier quasi "nur" um eine Haltestelle handelt. Doch die Stadt will hier mehr als nur einen ordinären Busparkplatz. "Es soll über eine Neugestaltung des Bahnhofsplatzes und der angrenzenden Flächen ein Entrée geschaffen werden, das dem Anspruch eines Oberzentrums gerecht wird", heißt es in der Verwaltungsvorlage, die heute in einer Woche, am 23. November, im Rat der Stadt beschlossen werden soll.

Lageplan des neuen Fernbusbahnhofs. Zur Orientierung: Links oben ist die Wittekindstraße eingezeichnet, rechts oben die Güntherstraße. Foto: Stadt Duisburg

4000 Quadratermeter Fläche nördlich des ehemaligen Kreisverkehrs an der Mercatorstraße sind dafür reserviert. Dort ist nach Berechnungen der Stadt Platz für acht "Bahnsteigkanten", genauer für achte Bus-Haltekanten. Daneben werden ein Servicegebäude und Parkplätze für Kurzzeitparker entstehen. "Die acht Bussteigkanten werden in Sägezahnform ausgebildet und ermöglichen ein unabhängiges Anfahren der Haltepositionen", so die Verwaltung. Für die Wartenenden wird es zudem Unterstellmöglichkeiten geben.

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Die Busse werden den neuen Haltepunkt künftig aus Richtung Süden ansteuern und etwa in Höhe der Wittekindstraße zu der neuen Anlage abbiegen. An der Kreuzung Güntherstraße, wo die Busse laut Planung den Fernbusbahnhof sowohl in nördliche wie auch südliche Richtung wieder verlassen können, wird eine Ampel gebaut. Sollten sich hier Verkehrsbehinderungen ergeben, müsse über ein Linksabbieger-Verbot nachgedacht werden, spricht die Verwaltung ein Problem an, was viele Autofahrer sicherlich auch schon vorhersehen. Der Parkplatz für die Kurzzeitparker liegt südlich der Einfahrt zum Fernbusbahnhof und kann nur aus südlicher Richtung angesteuert und in Richtung Norden (in Richtung Königstraße) verlassen werden. Wer mit dem Taxi nach Hause gebracht werden will, muss zu deren Haltepunkt vor dem Hauptbahnhof laufen.

Das Servicegebäude, in dem zum Beispiel Fahrkarten verkauft werden, wird erst gebaut, und zwar in Abstimmung mit dem noch zu ermittelnden Betreiber. Den Fernbusbahnhof will die Stadt gleichfalls an einen privaten Betreiber verpachten. Die Bauarbeiten sollen im zweiten Quartal 2016 beginnen und im viertel Quartal beendet sein.

(RP)