Duisburg: Farbschwingungen am Parallelhafen

Duisburg : Farbschwingungen am Parallelhafen

Der Duisburger Künstler hat die Deichdurchfahrt in Neuenkamp in monatelanger Arbeit und mit vielen freiwilligen Helfern gestaltet. Heute Abend wird das Werk offiziell von Bürgermeister Manfred Osenger "eröffnet".

Monatelang hat der in Duisburg lebende Künstler Martin Schmitz (Jahrgang 1965) an dem Projekt gearbeitet. Heute Abend, 18.30 Uhr, wird es im Beisein von Bürgermeister Manfred Osenger offiziell eröffnet: Die Farbschwingungen am Parallelhafen.

Martin Schmitz, der auch ein Architekturstudium absolviert hat, beschäftigt sich seit Jahren mit Kunst im öffentlichen Raum. Diesmal hat er sich einen besonders spannenden Ort für sein neuestes Projekt ausgesucht: die Spundwand der Deichdurchfahrt am Parallelhafen in Duisburg-Neuenkamp (Anschrift: Am Schlütershof/ Am Parallelhafen). Mit Unterstützung zahlreicher freiwilliger Helfer erstrahlt diese einst grau-schmutzige Durchfahrt nun in vibrierenden Farben. Das raue Umfeld bekommt damit ein neues und unverwechselbares Gesicht.

Bereits im Jahr 2012 hat Martin Schmitz mit dem Projekt "Ein Völkchen Hummeln an der Ruhr" auf sich aufmerksam gemacht. Dabei hat er in Abstimmung mit dem Wasserschifffahrtsamt Duisburg-Meiderich und mit Förderung des Kulturbeirats der Stadt Duisburg die grauen Rückseiten der Schifffahrt-Schilder an der Ruhr farblich gestaltet, so dass diese jetzt als Hummeln, Blumen und Himmel die Landschaft bereichern. Auch die präsentierten Farbschwingungen waren ein aufwendiges Projekt. Mit Katja Zappe, die das Atelier- und Ausstellungshaus "hafenkult" (Anschrift: Am Parrallelhafen 12) betreibt, fand Schmitz eine Mitstreiterin, die half, Helfer und Sponsoren zu finden. So unterstützt der Kulturbeirat der Stadt Duisburg die nun farbenprächtige Deichdurchfahrt mit 3000 Euro. Insgesamt bleibt allerdings noch eine Finanzierungslücke von 500 Euro, um die Gesamtkosten in Höhe von 6000 Euro auszugleichen (wobei kein Künstlerhonorar eingerechnet ist). Zunächst entwickelte Martin Schmitz das Farbkonzept für die 40 und 45 Meter langen eisernen Wände. Dann galt es, diese Wände zu reinigen. Dabei half ihm das Aktionsbündnis "Sauberes Duisburg", in dem Bürgermeister Manfred Osenger schon seit einiger Zeit mitarbeitet. Als dies geschehen war, wurde die Wand an vielen Wochenenden grundiert und dann mit wetterfesten Lackfarben bearbeitet. Dabei fand Martin Schmitz 15 ehrenamtliche Helfer, die genau nach seinem Konzept die Farben auftrugen.

Zur offiziellen Eröffnung am heutigen Donnerstag laden nun Katja Zappe vom "hafenkult" und der Künstler Martin Schmitz alle Interessierten und Neugierigen ein. Eine begleitende Ausstellung zum Kunstprojekt wird an diesem Abend und am Sonntag, 31. August, von 14 bis 18 Uhr im "hafenkult" zu sehen sein, der nur wenige Schritte von den "vibrierenden Wänden" entfernt ist. In einem Ausstellungsraum sind die verschiedenen Modelle ausgestellt, die der Realisierung des Großkunstwerkes vorausgingen.

Diese Modelle haben die Qualität von eigenständigen Kunstwerken und können auch gekauft werden. Martin Schmitz geht davon aus, dass sein Werk mindestens zehn Jahre den Umweltbedingungen trotzt.

(RP)
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