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Duisburg: Familienfreundliche Unternehmen ausgezeichnet

Duisburg : Familienfreundliche Unternehmen ausgezeichnet

Dem Standort Duisburg zu mehr Attraktivität verhelfen soll auch die Familienfreundlichkeit der ansässigen Firmen.

Auf Initiative der Wirtschaft hatten sich zu Beginn des Jahres wichtige Akteure der Stadt Duisburg an einen Tisch gesetzt, um ein Bündnis für Familie zu gründen und damit auch dem Standort zu mehr Attraktivität zu verhelfen. Unter den Bündnispartnern sind neben dem Unternehmerverband und der Niederrheinischen IHK der DGB, die Agentur für Arbeit, das Jobcenter, die Wohlfahrtsverbände und die Wirtschaftsjunioren.

Erste Initiative des Bündnisses war die Auslobung eines Preises für besonders familienfreundliche Duisburger Unternehmen. Am Wochenende wurden im Rahmen einer Feierlichkeit die Gewinner ausgezeichnet. Und es gab gleich zwei erste Preise: einen in der Kategorie der Unternehmen bis zu 150 Mitarbeitern und einen für Unternehmen mit mehr als 150 Mitarbeitern.

Der erste Preis im Wettbewerb um das "Familienfreundliche Unternehmen in Duisburg 2014" in der Kategorie der Unternehmen bis zu 150 Mitarbeitern ging an die Firma Deutag GmbH & Co. KG (125 Mitarbeiter), das als Deutsche Teer- und Asphaltschotterwerke GmbH im Jahr 1931 gegründet wurde. "Wir produzieren Asphalt, das ist sehr männerlastig. Die Männer müssen wir teilweise dazu hintreiben, auch mal in die Elternzeit zu gehen", berichtete Niederlassungsleiter Dr. Jörg Rasch schmunzelnd bei der Preisübergabe.

In der Kategorie der Unternehmen mit mehr als 150 Mitarbeitern durfte sich Krohne Messtechnik über den Sieg freuen. Das familiengeführte Unternehmen hatte im Jahr 2009 etwa das internationale Austauschprogramm "Flow" für Kinder der Mitarbeiter ins Leben gerufen. Dabei haben Jugendliche im Alter zwischen 15 und 19 Jahren die Möglichkeit, für zwei Wochen in eine Austauschfamilie an einen der vielen Krohne-Standorte weltweit zu kommen.

Insgesamt hatten sich 13 Unternehmen aus Duisburg um den Titel des familienfreundlichsten Unternehmens beworben. "Mit so vielen Teilnehmern hatten wir nicht gerechnet", sagte Wolfgang Schmitz, Hauptgeschäftsführer des Unternehmerverbands in seiner Ansprache.

Familienfreundlichkeit sei keine freiwillige Zugabe des Arbeitgebers, sondern entscheide in Zukunft darüber, ob ein Unternehmen Fachkräfte finde und diese auch an sich binden könne. Schon jetzt würden aufgrund des demographischen Wandels Fachkräfte fehlen; in Zukunft noch mehr. "Die Leute kommen nur, wenn die Stadt ihnen was zu bieten hat; dazu gehören eben auch die konkreten Arbeitsbedingungen", so Oberbürgermeister Sören Link.

(RP)