Duisburg: Explosive Chemiestunde für AEG-Schüler

Duisburg: Explosive Chemiestunde für AEG-Schüler

Rumeln-Kaldenhausen (szf) Diese Chemiestunde für die siebten Klassen des Albert-Einstein-Gymnasiums (AEG) begann mit einem imposanten Knalleffekt. Peter Brösel – gespielt von einem Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr – erhitzt auf dem Herd einen Topf mit Öl. Der Nachbar klingelt, und Peter Brösel vergisst im angeregten Plausch seinen Öltopf. Der nimmt das übel und fängt Feuer. Es folgte die Demonstration, dass die erste Löschidee, nämlich Wasser, nicht immer die beste ist: Aus dem Topf schoss durch einen Schwapps Wasser ein Feuerball, dessen Hitze selbst in sicherer Entfernung deutlich zu spüren war.

Für einen Vormittag wurde das Klassenzimmer für die Albert-Einstein-Schüler kurzerhand wenige hundert Meter weiter in das Gerätehaus des Löschzugs Rumeln-Kaldenhausen der Freiwilligen Feuerwehr verlegt. Es war der Abschluss einer Themenreihe im Unterricht, die sich mit Verbrennungsprozessen beschäftigt hatte.

Von den Fachleuten ließen die jungen Besucher sich erklären, wie es zu einer "Fettexplosion" wie im Falle von Herrn Brösels Öl-Experiment kommt: Das Löschwasser verwandelt sich im Topf schlagartig in Wasserdampf. Dieser wallt empor und reißt das brennende Öl dabei mit sich. Richtig löschen heißt: den Topf mit dem Deckel verschließen und nasse Lappen zur Kühlung darüber legen.

"Im Unterricht erarbeiten die Schüler, welche Bedingungen für einen Verbrennungsprozess erfüllt sein müssen. Bei der Feuerwehr erfahren sie, wie Brände gelöscht werden. So schließt sich der Kreis", sagte Lehrerin Dr. Beate Schulte.

Dazu ließen sie sich die Arbeit der Feuerwehr erklären, von der Rettung Verletzter übers Feuerlöschen bis zu Sturmeinsätzen. Auch ihre Fragen konnten die AEG-ler loswerden: "Warum funktionieren Einsätze so schnell?" Antwort: "Weil jeder eine feste Aufgabe hat und weiß, was zu tun ist." "Was verdient ein Freiwilliger bei der Feuerwehr?" "Nichts, denn die Freiwillige Feuerwehr arbeitet ehrenamtlich!"

Die Feuerwehrleute schärften den Schülern noch alles über die Wichtigkeit von Rauchmeldern ein, erklärten ihnen, wie ein Löschfahrzeug funktioniert, und ließen sie im Feuerwehrauto Probe sitzen.

(RP)