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Duisburg: Es geht auch ohne DOR

Duisburg : Es geht auch ohne DOR

Kulturdezernent Karl Janssen will der Politik vorschlagen, die Theaterehe mit Düsseldorf aufzukündigen. Dadurch entfiele ein städtischer Zuschuss in Höhe von elf Millionen Euro.

Das Sparvolumen, das das Kulturdezernat stemmen muss, beläuft sich allerdings "nur" auf eine Höhe von sieben Millionen Euro. Die verbleibenden vier Millionen Euro will Janssen nutzen, um die Philharmoniker zu stärken, Einschnitte beim Lehmbruck-Museum zu verhindern, um weiterhin Kulturfestivals anbieten und die freie Kulturszene finanzieren zu können und das kommunale Kino "filmforum" vor dem Rotstift zu schützen. Mit einem Ende der DOR werde keineswegs der Mehrspartencharakter des Theaters Duisburg verloren gehen, erläuterte der Beigeordnete gestern. Mit Gastspielen will er sicherstellen, dass die Duisburger auch weiterhin in den Genuss von Oper, Schauspiel und Ballett kommen. Gekündigt werden müsste der Ehevertrag mit Düsseldorf bis zum 31. Juli. Die beiden Städte gingen dann ab 2014 getrennte Wege.

Mit seinem spektakulären Vorschlag wolle er, so Janssen, einen kulturellen Kahlschlag verhindern. Genau der drohe im anderen Fall. Obwohl der Kulturanteil am Gesamthaushalt nur 2,7 Prozent betrage, werde ein Einsparvolumen aus der Kultur von 20 Prozent eingeplant.

(RP/url)