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Duisburg: Erwischte Schwarzfahrer müssen jetzt mehr bezahlen

Duisburg : Erwischte Schwarzfahrer müssen jetzt mehr bezahlen

Ab kommenden Donnerstag wird Schwarzfahren noch teurer als bisher. Zum 1. August erhöhen der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) und damit auch die DVG wie angekündigt den Betrag des "Erhöhten Beförderungsentgelts" (EBE) von 40 Euro auf 60 Euro. Im europäischen Vergleich kommen hier die Schwarzfahrer auch dann noch günstiger weg als beispielsweise in Belgien, Frankreich oder in der Schweiz. Dort zahlt jemand, der ohne Ticket erwischt wird, bis zu 200 Euro.

Schwarzfahren bedeutet ein Erschleichen von Leistungen, und das ist eine Straftat. "Täglich kontrollieren zahlreiche Ticketprüfer die Fahrscheine unserer Fahrgäste in den Bussen und Bahnen. Viele halten Schwarzfahren vielleicht für einen Schülerstreich oder ein Kavaliersdelikt", sagt Jürgen Sterzl, Sachgebietsleiter Einnahmesicherung im Bereich Kundenmanagement bei der DVG. Durch das Schwarzfahren entgehen der DVG hochgerechnet Einnahmen von bis zu fünf Millionen Euro pro Jahr. Das Verkehrsunternehmen führt mit Unterstützung der Polizei regelmäßig Ticket-Sonderkontrollen an verschiedenen Standorten in Duisburg durch, um gezielt Schwarzfahrer überführen zu können. Sie unterstützt Bestrebungen des VRR und des Verband Deutscher Verkehrsunternehmen, das erhöhte Beförderungsentgelt weiter anzuheben.

Wer wiederholt ohne gültiges Ticket in Bus oder Bahn angetroffen wird, erhält eine Strafanzeige. Als Wiederholungstäter gilt bereits, wer zwei Mal erwischt wurde.

Mit rund 850 Mitarbeitern befördert die DVG jährlich über 63 Millionen Fahrgäste, das sind etwa 173 000 Personen am Tag. 53 Kilometer umfasst das Schienennetz in Duisburg, auf dem die DVG drei Straßenbahnlinien und eine Stadtbahnlinie betreibt. Das Busnetz mit 32 Linien hat eine Länge von knapp 400 Kilometern. Insgesamt bedient das Verkehrsunternehmen 704 Haltestellen, davon 131 Bahn- und 573 Bushaltestellen.

(RP)