Duisburg: Erwartungen an die neue Bundesregierung

Duisburg: Erwartungen an die neue Bundesregierung

Von der neuen Bundesregierung erwarten die lokal tätigen Politiker in Duisburg einiges. Die CDU-Fraktion im Rat ist erfreut, dass im Koalitionsvertrag einige handfeste Projekte festgeschrieben sind, die Städten wie Duisburg zu Gute kommen werden. Dazu zählt CDU-Fraktionsvorsitzender Rainer Enzweiler die angekündigte Fortsetzung der Städtebauförderung vor allem in strukturschwachen Regionen sowie geplante Programme zur Belebung von Orts- und Stadtkernen. "Auch wenn die Mittelvergabe im Förderprogramm "Soziale Stadt" künftig besser koordiniert und abgestimmt werden soll, kann das Duisburger Ortsteilen wie Homberg-Hochheide nur nutzen."

Neben einer verbesserten Integration von ausländischen Mitbürgern sei die Erhaltung eines breiten Angebots von günstigen, bezahlbaren Wohnungen die wichtigste soziale Aufgabe für alle Kommunen, so Enzweiler weiter. Er hofft auch, dass der angekündigte Ausbau des Öffentlichen Nahverkehrs langfristig zur Entlastung der städtischen Straßen führen wird. Außerdem werde es Städten wie Duisburg einen kräftigen Modernisierungsschub geben, wenn die neue Koalition ihr Maßnahmenpaket zur Digitalisierung umsetzen werde.

Für Duisburg sei es immens wichtig, Reformen im sozialen Arbeitsmarkt anzupacken, sagt der SPD-Landtagsabgeordneter Rainer Bischoff. "Gerade in Duisburg, wo knapp 13.500 Langzeitarbeitslose auf eine Arbeitsmöglichkeit warten, ist dies mehr als nötig." Durch befristete Arbeitsverträge sei es heutzutage schwierig, für junge Menschen langfristige Planungen in Bereichen Familie und Eigentum zu tätigen. "Die Kürzung der sachgrundlosen Befristung von 24 auf 18 Monate ist ein richtiger Schritt, aber nur ein Schritt, um jungen Menschen ein wenig Planungssicherheit zu geben", so Bischoff. Die richtigen Arbeitsmarktreformen seien jetzt gefragt, um Planungssicherheit zu geben und Zukunftsängste zu nehmen.

(hch)