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Pokemon-Mord Duisburg: Ermordeter Sedat soll Gedenkplatte erhalten

Pokemon-Mord Duisburg : Ermordeter Sedat soll Gedenkplatte erhalten

Mehr als zehn Jahre nach dem Mord an einem kleinen Jungen soll jetzt eine Gedenktafel für den Toten aufgestellt werden. Die Tat ereignete sich im Januar 2001. Das neunjährige Kind war von seinem Mörder enthauptet worden.

Der Fall hatte damals den Namen Pokemon-Mord erhalten, da der Täter das Kind mit Pokemon-Karten von einem Spielplatz in seine Wohnung gelockt hatte. Die grausame Bluttat hatte ein damals 24-Jähriger begangen, "aus purer Lust am Töten". Er wurde zu einer 14 jährigen Haft verurteilt. Er sitzt in einer forensischen Klinik ein.

Ein Antrag der Linken, die Gedenktafel zu errichten, wurde jetzt in der Bezirksregierung Homberg bewilligt. "Wir kommen damit dem Wunsch der Eltern des ermordeten Jungen nach und freuen uns auch für die vielen Menschen, die seit 10 Jahren für eine würdige Gedenkplatte gekämpft haben", teilte Roland Busche (Die Linke) mit.

Aufgestellt werden soll die Gedenktafel am Marktplatz in Hochheide. Auf ihr soll eine Inschrift an alle Kinder erinnern, die Opfer von Gewalttaten geworden sind. Unklar ist bislang die Finanzierung.

(rl)