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Duisburg: Erholung am Wasser

Duisburg : Erholung am Wasser

Frei nach Goethes "Warum in die Ferne schweifen? Sieh, das Gute liegt so nah" zeigen wir, was Duisburg alles zu bieten hat. Heute sind Regattabahn und Sechs-Seen-Platte an der Reihe.

Welcher Duisburger kennt das nicht? Es ist gar nicht so einfach, Auswärtigen zu erklären, dass die Stadt nicht nur aus rauchenden Schloten, Industrie, schäbigen Ecken und sozialen Brennpunktstadtteilen besteht. Aber hier kommt das ultimative Argument für die vielen Facetten der Stadt und einen hohen Freizeitwert: Die Sechs-Seen-Platte. Nur wenige Kilometer von der Innenstadt entfernt liegen auf einer Gesamtfläche von 283 Hektar sechs zum Teil miteinander verbundene Seen in einem großen Waldgebiet. Hier ist es grün statt grau: Ein Paradies für Erholungssuchende, Familien und Sportler.

Für Familien

Um das gesamte Gelände zu erkunden, sollte ein kompletter Tag eingeplant werden. Ein Rundgang lohnt sich: die Wege liegen nah am Ufer und sind gut ausgebaut. Für einen Gesamtüberblick lohnt es sich, den Aussichtsturm am Wolfsberg zu besteigen. So viel sei versprochen: Mehr Urlaubsfeeling direkt vor der Haustür geht nicht. Neben dem beliebten Naherholungsgebiet liegt der Sportpark Duisburg mit der Wasserwelt Wedau. Nach dem Ausbau des Parallelkanals sind hier viele neue Möglichkeiten zur aktiven Freizeitgestaltung entstanden. Für Kinder ist das der Himmel auf Erden: toben auf dem Wasseraktionsspielplatz, die Natur im Weidendorf und am Bachlauf erkunden. Mit Spielschiff, Kletternetz und Floß können sich die Kleinen fühlen wie kleine Seefahrer, Forscher und Piraten.

  • Fotos : Familien erkunden die Reit- und Fahrschule
  • Duisburg : Kinder können den Landschaftspark erkunden
  • Monheim : Alte Sozialdemokraten erkunden früheres Shell-Areal

Fazit: Langweiliger Familien- Sonntagsspaziergang? So auf keinen Fall! Tipp: Ein prall gefüllter Picknickkorb kann manchmal auch den Sonntagsbraten ersetzen.

Für Sportler

Duisburg mausert sich immer mehr zu einer Sportstadt und das liegt in erster Linie an dem großen Angebot rund um die Regattabahn. Das Beste: Auch nicht ganz so durchtrainierte Hochleistungssportler kommen gut zurecht. Beispiel: Der "Trimmpfad". Er hat drei Areale für verschiedene Bedürfnisse. Der erste Teil ist extra für Menschen mit Behinderungen angelegt. Hier gibt es zum Beispiel eine Gehschule. Zum zweiten Areal, dem für Wellness, gehören vor allem Rücken- und Beweglichkeitstrainer. Trainierte Sportler können ihre Muskeln im Fitness Areal mit Geräten fürs Bauch- oder Oberarmtraining stählen.

Fazit: So macht Bewegung Spaß — in jedem Alter.

Abenteurer

Der Hochseilgarten ist die Herausforderung für Mutige und körperlich fitte. Er ist in den natürlichen Baumbestand integriert und hat fünf Parcours mit insgesamt 110 Kletterelementen. Das absolute Highlight ist allerdings nur etwas für ganz starke Nerven: Die 200 Meter lange Seilrutsche, mit der der Sportler über den Parallelkanal düsen kann.

Fazit: Ein großer Spaß — aber leider nicht unbedingt etwas für jeden Geldbeutel: Vier Stunden klettern kosten für Erwachsene ab 17 Jahren 22 Euro, Kinder bis 16 Jahren zahlen 17 Euro und von fünf bis zehn Jahren elf Euro. An den Wochenenden sind es für Jugendliche und Erwachsene jeweils sogar noch zwei Euro mehr.

(RP)