Duisburg: "Entlastung" vom Durchgangsverkehr

Duisburg: "Entlastung" vom Durchgangsverkehr

Verkehrsprobleme standen jetzt im Mittelpunkt der frühzeitigen Bürgerbeteiligung zum geplanten Bau der Hauptverwaltung von Multi Development vis à vis des Hauptbahnhofs. Beatrice Kamper vom Planungsamt erläuterte die wesentlichen Änderungen an der ursprünglichen Planung. So rückt der langgestreckte, dreigliedrige Bau näher an die Bahnhofsplatte heran, wodurch die großen Platanen an der Mercatorstraße erhalten bleiben.

Ursprünglich war nur das Erdgeschoss für Geschäfte und Gastronomie vorgesehen. Neben dem Erdgeschoss des insgesamt 15 000 Quadratmeter großen Gebäudes mit der prägnanten Fassade soll nun auch die erste Etage für den Einzelhandel genutzt werden. Die Tiefgaragenzufahrt soll vom Privatgrundstück von Multi Development in Höhe des Goldenen Ankers erfolgen. Mit dem Ausbau der Bahnhofsplatte, die wie berichtet mit einem Kies-Untergrund und verschiedenen Themeninseln erheblich aufgewertet und dann auch begehbar sein wird, soll nach Angaben von Beatrice Kamper noch im Frühjahr begonnen werden.

Bei den Fragen der Bürgerschaft wurde deutlich, dass insbesondere der künftige Straßenverkehr in diesem Bereich als Problem angesehen wird. Entlang des neuen Gebäudes ist nur eine Fahrspur in jede Richtung vorgesehen, für die nach Angaben des Planungsamtes "höchstens" noch Tempo 30 vorgesehen ist. Durch eine Ampelschaltung sollen Busse zudem Vorrang haben.

Insgesamt soll die Mercatorstraße auf diese Weise vom Durchgangsverkehr "entlastet" werden. Dies passe in den Kontext des Verkehrskonzeptes für die Innenstadt, so die Vertreterin der Verwaltung. Wie berichtet soll erreicht werden, dass der Durchgangsverkehr die City umfährt, vorzugsweise über die Autobahnen.

Die Verlegung der Bushaltestelle "Tonhallenstraße" in Richtung Hauptbahnhof wurde von einem Mitglied der Organisation "Pro Bahn" ausdrücklich gelobt. Noch besser fände er es allerdings, wenn die Haltestelle auf die andere Seite der Mercatorstraße verlegt würde. Diese und andere Anregungen werden nun in den weiteren Prozess mit aufgenommen. Das aktuelle Bebauungsplanverfahren steht ohnehin noch ganz am Anfang.

(RP)
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