1. NRW
  2. Städte
  3. Duisburg

Duisburg: Endspurt Königsgalerie

Duisburg : Endspurt Königsgalerie

In acht Wochen wird die Königsgalerie eröffnet. Derzeit sieht das Gebäude an vielen Stellen noch aus wie ein Rohbau. Handwerker arbeiten fieberhaft an der Fertigstellung. Die Verantwortlichen sind zuversichtlich.

Während an der Außenfassade jeden Tag weitere Meter der goldenen Zierleisten angebracht werden, sieht es im Inneren der Königsgalerie noch sehr nach Baustelle aus. Zum Teil mehrere Etagen hoch stehen dort die Gerüste, überall hängen Kabel von der Decke, sind rote Stahlträger zu sehen, die noch nicht verkleidet sind. Was für den Laien noch fast wie ein Rohbau aussieht, ist in Wirklichkeit ein Einkaufscenter in den letzten Zügen vor seiner Fertigstellung.

Reger Betrieb auf der Baustelle

Auf der Kuhstraße parken die Fahrzeuge von Handwerksbetrieben aus halb Nordrhein-Westfalen. Dutzende Arbeiter laufen umher, sägen, bohren, schrauben und hämmern. "Die Königsgalerie wird rechtzeitig fertig. Ich habe schon Baustellen gesehen, die sechs Wochen vor der Fertigstellung noch nicht so weit waren, und wir haben immerhin noch acht", sagte Peter Knopf, stellvertretender Leiter Technik von Multi Development, dem Unternehmen, das insgesamt 80 Millionen Euro in den Umbau der ehemaligen Galeria steckt.

Dabei galt es die Kardinalfehler, wie Knopf sie nennt, des alten Einkaufszentrums auszumerzen, um die Kunden fortan für die neue Königsgalerie zu begeistern. Ein Eingang wird künftig direkt am Sonnenwall liegen, was früher nicht der Fall war. In der Galeria gab es keine Rolltreppen ins Obergeschoss. Das wird ab Oktober anders sein. Und für die Betreiber ganz wichtig: Das Angebot an die Besucher soll so attraktiv sein, dass sie sich gerne und lange im Haus aufhalten.

  • Fotos : Königsgalerie: Hier werden die Fenster eingesetzt
  • Duisburg : Königsgalerie vor dem Start
  • Duisburg : Königsgalerie: Bauarbeiter verunglückt

Atmosphärisch wichtig war die Herabsetzung des Daches um ein ganzes Geschoss. "Vorher hatte das hier eher den Charme einer Bahnhofshalle", urteilte Knopf. Die neuen Räumlichkeiten werden mit viel Tageslicht durchflutet. Problematisch ist auch die L-Form des Gebäudes. Im "Gelenk" hatten die Besucher früher das Gefühl auf eine Wand zuzulaufen. Elegante Wellenkonstruktionen sorgen nun für einen fließenden Übergang.

Fitnessstudio und Kunstwerk

Welche Firmen im einzelnen in der Königsgalerie vertreten sein werden, darum machen die Verantwortlichen noch ein Geheimnis. Die Räumlichkeiten für den Ankermieter H & M wurden bereits am Mittwoch übergeben. Der Textiler wird den Gebäudeteil belegen, in dem früher Boecker untergebracht war.

H & M beginnt nun mit dem Innenausbau der neuen Filiale. Die Beleuchtung und Möblierung sind Sache jedes Mieters selbst. Fest steht auch schon, dass ein Fitnessstudio mit dem Namen "Fitnesscenter Königsgalerie" eröffnen wird und das schon Mitte Oktober, also noch vor dem eigentlichen Start der Königsgalerie.

Daneben haben sich die Verantwortlichen noch etwas fürs Auge einfallen lassen. Ähnlich wie die goldene Leiter am Forum soll auch die Königsgalerie ein Kunstwerk zieren. "Es wird kleiner sein als die Leiter, aber ein echtes Highlight. Mehr wird aber noch nicht verraten", erklärt Knopf. Das Kunstwerk, das mehr als eine Etage hoch sein wird, soll im Gelenk des Gebäudes am Eingang Steinsche Gasse aufgestellt werden.

(RP/rl)