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Duisburg: Eltern kämpfen für kostenlosen Bus

Duisburg : Eltern kämpfen für kostenlosen Bus

Mit einem Brief an den Rat der Stadt Duisburg möchten die Eltern der Van-Gogh-Grundschüler verhindern, dass der kostenlose Schulbus eingestellt wird.

Die Eltern der Van-Gogh-Grundschüler in Bergheim ziehen alle Register, um den kostenlosen Schulbus doch noch zu retten. Ab September soll der Bus, der 80 Schüler morgens zur Schule fährt und sie mittags wieder abholt, nicht mehr fahren (die RP berichtete). Nun haben sich die Eltern der betroffenen Schüler mit einen Brief an den Rat der Stadt Duisburg gewandt, der am kommenden Montag, 13. Mai, über die Einstellung des Schulbusverkehrs entscheiden wird. In den Brief, der unserer Redaktion vorliegt und der mit "die Eltern der Van-Gogh-Schule" unterzeichnet ist, versuchen die Eltern, die Argumente für eine Einstellung zu entkräften.

Die Stadt betont, dass der Bus jährlich 23 500 Euro koste und eine Einstellung des Busverkehrs Einsparungen von 18 000 Euro mit sich bringe. Die Eltern wiederum kritisieren, dass die "Kosten einer jährlich wiederkehrenden Prüfung der individuellen Anspruchsberechtigten" in keinem Verhältnis zu den Einsparungen stehe. Zudem sei die Aussage der Stadt — 15 von 80 Kindern seien nicht anspruchsberechtigt — falsch. Durch die Schulleitung könne die Aussage "widerlegt werden", heißt es.

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Zudem sehen die Eltern "eine massive Gefährdung der Kinder", wenn diese mit der Buslinie 921 fahren. Die Sicherheit an den Haltestellen sei nicht gewährleistet. "Die Fahrt bei jeder Jahreszeit mit einem öffentlichen Bus und bei zweimaligem Umsteigen ist für Kinder zwischen fünf und neun Jahren unzumutbar und unverantwortlich", monieren die Eltern. Da keine "durchgängig gefahrenfreie Verkehrssituation vorliegt", empfehlen die Eltern dem Rat, den Schulbus weiterhin fahren zu lassen.

Der neue Schuldezernent der Stadt Duisburg, Thomas Krützberg, ist darum bemüht, den Eltern zu helfen und eine Lösung zu finden. "Wir möchten auch soziale Aspekte berücksichtigen und werden keine soziale Schieflage zulassen", sagt Krützberg auf Anfrage. Die emotionale Elternsicht sei natürlich anders als die der Bezirksregierung, die "uns als Kommune mit Haushaltssanierung rechtswidrige Transporte verbietet". Der Schuldezernent verteidigt die geplante Abschaffung des kostenlosen Transports und weist darauf hin, dass "aus Tradition kein Anspruch erwächst".

Am morgigen Freitag wird Krützberg ein Gespräch mit Mitarbeitern führen, um die Situation rund um den Schulbus nochmals konkret zu analysieren. Ob sich die Stadt aber wirklich noch von ihrem Plan, den kostenlosen Schulbus der Van-Gogh-Schule einzustellen, abbringen lassen wird, bleibt mehr als fraglich.

(RP/rl)