Duisburg: Ekstase und Raketen unter Blaulicht

Duisburg: Ekstase und Raketen unter Blaulicht

Der Elferrat der Homberger Kolpingfamilie hat seine Prunksitzung abgehalten. Die Narren feierten bis in den Rosenmontag hinein und waren durch Witze, Musik und Tanz am laufenden Band nicht müde zu bekommen.

Homberg Die Homberger Karnevalisten hatten sich vorgenommen, zu feiern, bis der Arzt kommt. So lautete jedenfalls das Motto der großen Prunksitzung des Elferrates der Kolpingfamilie. Als Sitzungspräsident fungierte der Bauchredner Klaus Rupprecht mit seinem frechen Affen Willi. Die Glückauf-Halle war wie in jedem Jahr proppenvoll und schön geschmückt, als Rupprecht ein lautes: "Seid ihr gut drauf?" in die Menge schmetterte und ein vielstimmiges, kräftiges "Jaaaaa" zur Antwort bekam.

Auftritte Schlag auf Schlag

Schlag auf Schlag gab es Künstler zu sehen und zu hören. Den Auftakt machten die Swinging Fanfares aus Düsseldorf, die seit 19 Jahren mit ihren zackigen Melodien als Eisbrecher auftreten. Das machte Lust auf einen tollen Abend. Jürgen Busch alias "Der Lustige Joe" war der erste Büttenredner. Mit seinem Kennzeichen, dem kleinen Köfferchen, und der Melone auf dem Kopf plauderte er über das Alltagsgeschehen von Oma und Opa, was ihm viele Lacher einbrachte. Der "Traum aller Schwiegerväter", Manni der Rocker, griff sich das Mikrofon, um Anekdoten und dumme Sprüche loszuwerden (sein Lieblingstier, verriet er, sei ein halbes Hähnchen) und Weisheiten zu verbreiten über Männer, die lediglich Angst hätten, wenn ihre Frau mal nicht da ist, und allein deshalb bei der Nachbarin schlafen müssen.

Aus Köln angereist kamen "Blom und Blömcher" mit den neuesten Liedern vom Hahn, den Hühnern und dem Ei. Bruce Kapusta, der musikalische Clown, brachte den Saal mit seiner Trompete und Stimmungsliedern der kölschen Art zum Kochen: Alles stand auf und sang kräftig mit.

Die Stimmung stieg von Auftritt zu Auftritt. Als dann noch die vereinseigenen "Tena-Ladies" zunächst als alte Damen auf Mallorca-Besuch tanzend mit ihren Krückstöcken auftraten und dann so nach und nach sich in Ekstase tanzten, tobte das Publikum. Die Tänzerinnen konnten sich nach ihrem ersten Auftritt vor einem Jahr weiter steigern.

Ruppert plaudert mit Affen

Das ließ sich auch von den Gardetänzerinnen, den Galaxy-Dancern und den Daylight Stars, den Jüngsten, sagen. Viele Raketen wurden an diesem Abend abgeschossen, das Blaulicht auf der Bühne leuchtete.

Natürlich plauderte auch Klaus Ruppert mit seinem Affen Willi, schließlich war es für ihn ein Heimspiel mit Witzen im Stile von: "Der Kellner da vorne ist aber nicht gerade der Schnellste – Wieso? – Als ich ein Bier bestellte, hatte der noch volles Haar."

Abgerundet wurde das vollgestopfte Programm mit einer Playback-Show, die an bekannte Stars aus Show und Schlager erinnerte, sowie dem Männerballett "Die Rheinperlen". Danach konnten die Gäste sich schon "guten Morgen" wünschen und den Rosenmontag beginnen.

(RP)