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Duisburg: Einstimmig für die Fortsetzung der Opernehe

Duisburg : Einstimmig für die Fortsetzung der Opernehe

Der Duisburger Kulturausschuss schloss sich gestern Nachmittag der Empfehlung des Aufsichtsrates der DOR an.

Umarmungsszenen sieht man üblicherweise im Duisburger Kulturausschuss nicht. Gestern war es anders. Da freuten sich einige Ratsleute enthusiastisch mit dem Generalintendanten der Deutschen Oper am Rhein (DOR), Prof. Christoph Meyer. Der war zusammen mit dem Geschäftsführenden Direktor der DOR zur Sondersitzung des Kulturausschusses gekommen. Einziger Tagesordnungspunkt war die Opernehe zwischen Duisburg und Düsseldorf. Wie nicht anders zu erwarten, wurde am für die Fortsetzung der Theatergemeinschaft gestimmt, genauso, wie es am Freitagabend der Aufsichtsrat der Rheinoper und die Gesellschafterversammlung empfohlen hatten.

Einen Grund für die Umarmungen gab es aber trotzdem: Es gab keine Gegenstimmen, auch keine Enthaltungen: Einstimmig beschloss der Kulturausschuss, die Opernehe zunächst bis zum Ende der Spielzeit 2016/17 (das ist der 31. Juli 2017) fortzusetzen. Damit wird die entscheidende Abstimmung im Stadtrat am kommenden Montag zu einer Formsache. Vor der öffentlichen Sitzung mit der Abstimmung hatte es einen nichtöffentlichen Teil gegeben, bei dem Mitarbeiter der Unternehmensberatung Actori ihr Gutachten in Grundzügen erläuterten. Die Duisburger Kulturpolitiker zeigten sich durchweg beeindruckt von dieser Präsentation. Frank Heidenreich (CDU) legte in seiner Stellungnahme besonderen Wert darauf, dass nach der Actori-Einschätzung die Duisburger Philharmoniker ohne die Rheinoper nicht zu denken seien.

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Wie auch die anderen Kommunalpolitiker dankte er dem Düsseldorfer Partner dafür, dass sie den Kostenanteil, den Duisburg nicht zu leisten imstande sei, drei Jahre lang tragen wollen. Heidenreich hofft aber, dass es nach 2017 wieder zu der Zweidrittel-Eindrittel-Partnerschaft kommt, die bislang zwischen Düsseldorf und Duisburg gegolten hat.

Udo Vohl (SPD) lobte die "kluge Verhandlungsführung" von Oberbürgermeister Sören Link. Beatrix Brinskelle (Grüne) erinnerte an die große Unterschriftenaktion "Rettet die Rheinoper" mit Tausenden Unterschriften, die dazu beigetragen habe, die Opernehe zu erhalten.

(pk)