Einsatz für Rettungshubschrauber Christoph 9 in Hochemmerich

In Hochemmerich : Einsatz für Rettungshubschrauber Christoph 9

Er landete auf dem Bertha-Platz in Hochemmerich. Es lag ein internistischer Notfall vor. Zahlen und Fakten zu Christoph 9.

Es ein alltägliches Bild zu nennen, wäre dann doch übertrieben. Dass der Rettungshubschrauber Christoph 9 auf dem Bertha-Platz in Hochemmerich landet, ist aber auch kein Einzelfall. Der Platz scheint sich gut zum Landen des rund 6,5 Millionen Euro teuren Helikopters (im Betrag enthalten ist auch die medizinische Ausrüstung) zu eignen, um von hier aus zu Rheinhauser Patienten zu eilen. In der Regel scharen sich fix einige Schaulustige um den Hubschrauber. An diesem Montagnachmittag rückte der Arzt aber ohne größeres Interesse der Nachbarn aus zu einem Notfall. Nach rund 45 Minuten war dieser beendet, Pilot, Notarzt und Rettungsassistent hoben wieder ab.

Der Rettungshubschrauber Christoph 9 gehört laut Aussage der Stadt Duisburg zur Feuerwehr und ist an der Berufsgenossenschaftlichen Unfallklinik (BGU) stationiert. Die Besatzung besteht aus Piloten der Bundespolizei der Fliegerstaffel West, speziell ausgebildeten Rettungsassistenten der Berufsfeuerwehr Duisburg und Notärzten des BG Klinikums Duisburg. Im Jahr 2017 flog Christoph 9 insgesamt 1015 Einsätze, zum Vergleich: Ein Jahr zuvor waren es 1125 Einsätze.

Einsatzursache Nummer eins mit rund 50 Prozent der Fälle sind Trauma-Einsätze, darunter versteht man Verletzungen durch äußere Einwirkungen, etwa Unfälle. Stoffwechselerkrankungen folgen an zweiter Stelle mit 20 Prozent. 75 Prozent aller Patienten befinden sich laut Aussage der Verwaltung bei Eintreffen des Notarztes in einem lebensbedrohlichen Zustand. In dem Fall von Montag, einem internistischen Notfall in einem Privathaushalt, hatte kurzfristig kein Notarzteinsatzfahrzeug (NEF) bereitgestanden, so wurde der Rettungshubschrauber als Teil des Notfallsystems eingesetzt.

Insgesamt gibt es fünf Notarztstützpunkte mit entsprechendem NEF an Duisburger Kliniken: Evangelisches Krankenhaus Duisburg-Nord, Bethesda-Krankenhaus Hochfeld, Malteser - St. Johannes-Stift Homberg, Johanniter-Krankenhaus Rheinhausen, Klinikum Duisburg. Der Notfallstützpunkt an der Berufsgenossenschaftlichen Unfallklinik hält den RTH (Christoph 9) vor. Nachfolgend weitere Fragen und Antworten:

Wo wird der Hubschrauber eingesetzt? Er ist nicht nur für Duisburg zuständig“, heißt es dazu aus dem Rathaus. Christoph 9 fliegt auch weite Teile des Niederrheins und des westlichen Ruhrgebiets an, und zwar Bottrop, Düsseldorf, Essen, Gelsenkirchen, Krefeld, Mönchengladbach, Mülheim/Ruhr, Oberhausen und Wuppertal, Erkrath, Heiligenhaus, Mettmann, Ratingen, Velbert und Wülfrath, die Kreise Kleve, Viersen, Wesel und die Städte/Gemeinden Jüchen, Kaarst, Korschenbroich, Meerbusch und Neuss sowie Gladbeck.

Was kostet der Betrieb pro Jahr insgesamt und wer bezahlt dies? Der Rettungshubschrauber hatte im Jahr 2017 Betriebskosten von insgesamt 1.370.168 Euro. Diese werden über die Einsatzgebühren finanziert und durch die Trägergemeinschaft, das sind die beteiligten Städte und Gemeinden. Landen darf der Hubschrauber überall, wo er landen kann. Die Entscheidung trifft der Pilot.

(dc)