1. NRW
  2. Städte
  3. Duisburg

Duisburg: Einmalige Chance für Schüler

Duisburg : Einmalige Chance für Schüler

Eine Ausbildungsmesse diesen Ausmaßes hat es am Niederrhein noch nicht gegeben: 7000 Schüler informierten sich gestern bei 80 Betrieben auf 5000 Quadratmetern im CityPalais über das Lehrstellenangebot.

Michelle (15) sitzt an der Aldi-Scannerkasse. Die Waren drüberziehen, tüt, tüt, tüt — fertig: Der Einkaufswagen ist voll. Bis hierhin hat die Schülerin der Geschwister-Scholl-Schule in Moers alles prima gemacht. Nur beim Herausgeben des Wechselgeldes hapert es noch ein wenig — das dauert länger als bei Aldi. Michelles Kasse ist unweit des Eingangs zum Casino Duisburg und Teil des Aldi-Standes auf der IHK-Ausbildungsmesse "Step 2" im CityPalais.

"Ich könnte mir schon vorstellen, bei Aldi zu arbeiten", erklärt die 15-Jährige. Nur das mit dem Wechselgeld findet sie nicht so toll: "Da haben einfach zu viele zugeguckt", befindet die Schülerin. Während viele der Jugendlichen praktische Erfahrungen wie Michelle machten, sahen es andere wie Justin (16) und seine Clique aus Hochfeld viel lockerer und freuten sich über einen schulfreien Tag.

Abseits der Traumberufe

Dabei bot sich für viele Schüler die sonst eher seltene Chance, gleich mit mehreren potenziellen Arbeitgebern direkt in Kontakt zu treten. "Nutzen Sie die einmalige Gelegenheit", appellierte IHK-Präsident Thomas Hüttemann an die jungen Leute.

  • Verbindungen Duisburgs mit Belgien: Comic Tim
    Mehr als nur Pommes und Bier : So viel Belgien steckt in Duisburg
  • Hagen Schmidt bei seiner Vorstellung in
    Neuer Trainer der Zebras : Das sagt Schmidt zur Herausforderung beim MSV
  • Das Neubaugebiet „Am Alten Angerbach“ legt
    Immobilienmakler Axel Quester : „Solange es jemanden gibt, der diese Preise bezahlt, bleiben sie auch so hoch“

Wie auch NRW-Arbeitsminister Karl-Josef Laumann wies Hüttemann darauf hin, dass eine Fokussierung auf die "klassischen" Ausbildungsberufe oft nicht zum Ziel führt. "Konzentrieren Sie ihre Suche nicht nur auf den vermeintlichen Traumberuf. Oftmals bieten sich links und rechts des Lieblingsberufs viel bessere Chancen", so der IHK-Präsident. Minister Laumann lobte die zunehmende Beschäftigung mit der Berufswahlvorbereitung in den Schulen. Das Schlimmste sei, wenn Jugendliche nicht so recht wüssten, was sie werden wollten: "Es lernt sich besser, wenn man ein Ziel hat. Ich sehe das an meinen eigenen Kindern. Die tun sich in der Schule manchmal schwer, sind aber bei der Führerscheinprüfung ziemlich helle."

Wer wollte, konnte bei einer Messe-Rallye jede Menge Preise einheimsen, seine Bewerbungsmappe einem Experten-Check-up unterziehen oder von einem Styling-Berater erfahren, was wirklich zum jeweiligen Typ passt und was man sich zum Vorstellungsgespräch anzieht.

Wettbewerb

Am Abend gab es professionelles Coaching für die teilnehmenden Gruppen am Wettbewerb "School on Stage", zum Beispiel durch den Choreographen Renick Bernadina, der auch mit den No Angels, Kylie Minogue oder DJ Bobo die perfekte Perfomance einübt.

Die teilnehmenden Gruppen im kleinen Saal der Mercatorhalle kamen von der Globus-Gesamtschule am Dellplatz, der Liebfrauenschule in Geldern, dem Konrad-Duden-Gymnasium in Wesel und der Walter-Bader-Realschule in Xanten.

(RP)