Duisburg: Eine Woche lang ein echter Clown sein

Duisburg: Eine Woche lang ein echter Clown sein

Die Mädchen und Jungen der Grundschule an der Bergheimer Straße haben eine spannende Zirkus-Projektwoche hinter sich. Sie zeigten nun als Stars in der Manege, was sie in den vergangenen Tagen geprobt hatten.

Einmal in der Manege stehen, dabei das warme Scheinwerferlicht auf der Haut spüren und die Begeisterung des Publikums erleben – die schillernde Welt des Zirkus lädt seit je her zum Träumen ein. Der Wunsch, einmal ein Clown zu sein und die Menge zum Lachen zu bringen, oder ein Akrobat, der mit atemberaubenden Kunststücken unter der Zeltdecke für Staunen sorgt, eint ganze Generationen. Wer einmal die Zauberwelt des Cirque du Soleil oder Roncalli betreten hat, der weiß, wovon die Rede ist. Die Schüler der Grundschule Bergheimer Straße in Rheinhausen haben in der vergangenen Woche das erlebt, wovon viele andere nur träumen können.

Sie haben sieben Tage lang das Leben eines Artisten geführt, Zaubertricks, Artistiknummern und Clown-Shows eingeübt und dabei sehr viel Spaß gehabt. Am Samstag präsentierten die Grundschüler ihre Ergebnisse im großen Zirkuszelt des Zirkus ohne Grenzen, der sein Lager auf dem Schulhof der Grundschule aufgeschlagen hatte. Bis es zur großen Show kommen konnte, hatten die Nachwuchsartisten aber allerhand zu lernen. Die ganze vergangene Woche über wurde mit den Profis des Zirkus geübt, geprobt und einstudiert. Was dabei heraus kam, war beeindruckend. Die Show des Kinderzirkus Bernini von der Bergheimer Straße begeisterte Eltern wie unbeteiligte Zuschauer gleichermaßen. Den Auftakt in die Vorstellung, die unter dem Motto "Atlantis" stand, machte eine Horde kleiner Magier. In Ermangelung echter Tiere ließen die Jung-Künstler allerhand Plüschgetier verschwinden und wieder auftauchen.

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Darauf folgten unter anderem eine Seiltanznummer, mehrere Comedyeinlagen der hervorragend aufgelegten Nachwuchsclowns sowie ein Auftritt jugendlicher Fakire, die ohne jede Gemütsregung über Glasscherben spazierten. Bei den Gästen kam die Show offenbar gut an. "Kaum zu glauben, dass die Kinder nur eine Woche Zeit hatten, um zu üben", fand zum Beispiel Alena Freskens, die mit ihren beiden Söhnen zu Gast war. "Das wirkt teilweise schon wirklich professionell." Besucher Bertram Gregger zeigte sich vor allem vom pädagogischen Wert der Zirkuswoche angetan: "Ich finde es toll, dass die Grundschule so etwas anbietet", sagte er. "Da lernen die Kinder etwas fürs Leben." Die Projektwoche Zirkus, mit der Abschlussvorstellung als Höhepunkt, fand in diesem Jahr zum zweiten Mal statt. "Vor vier Jahren waren wir auf der Suche nach etwas Neuem", erläuterte Kirsten Finke, Schulleiterin der GGS an der Bergheimer Straße die Ursprünge ihrer Zusammenarbeit mit dem Zirkusteam. "Dabei sind wir auf dieses Projekt gestoßen und waren sofort begeistert. Der Zirkus ohne Grenzen kommt in Schulen, unterrichtet Eltern, Lehrer und Schüler und gewährt so Einblick in die Zirkuswelt." Sie sei froh, dass es in diesem Jahr wieder geklappt habe. "Das Projekt hat sich damals und dieses Mal wieder als wirklich wertvoll erwiesen", so Finke weiter. "Es hat den Zusammenhalt unter den Schülern gestärkt, wir hatten alle viel Spaß, und wir haben viel gelernt."

(RP)
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