1. NRW
  2. Städte
  3. Duisburg

Duisburg: Eine Kirche für alle Belange der Gemeinde

Duisburg : Eine Kirche für alle Belange der Gemeinde

Die Marienkirche wird nach Plänen der Duisburger Architektin Jutta Heinze umgebaut.

Die evangelische Kirchengemeinde Alt-Duisburg hatte wie berichtet in Zusammenarbeit mit der Bauabteilung des Landeskirchenamtes der evangelischen Kirchengemeinden im Rheinland zu einem Wettbewerb aufgerufen. Anlass war die Umgestaltung der Marienkirche in der Innenstadt zu einem vielfältig nutzbaren Gemeindezentrum, so Stephan Blank, Pfarrer der Gemeinde Alt-Duisburg. Sieger des Wettbewerbs ist das Architektenbüro von Jutta Heinze aus Duisburg.

Die Zahlen der Gemeindemitglieder im Stadtgebiet sinken immer weiter. Aus diesem Grund wurde eine Umstrukturierung und Umgestaltung der Kirche und des Gemeindezentrums notwendiger denn je. "Wir wünschen einen Raum, der in Teilbereichen eindeutig als der bisherige Sakralraum erkennbar bleibt. Auch die Emporen sollen als solche bestehen bleiben", nannte Stephan Blank, Pfarrer der Gemeinde, gestern einige der Vorgaben. Der Sakralbereich soll der evangelischen Kirchengemeinde Raum für Andachten und liturgische Feiern mit bis zu 300 Personen bieten. Das denkmalgeschützte Gebäude sollte jedoch von den Ideengebern in Form und Größe so wenig wie möglich verändert werden. Jutta Heinze hat diese Voraussetzungen mit ihren Entwürfen zum Umbau der Marienkirche am besten erfüllt.

  • Foto: Andreas Endermann
    Impfaffäre warf Schatten auf Staake : Der Abgang des Hafenchefs
  • Huckingen gehört zu den begehrtesten Stadtteilen
    Wohneigentum in Duisburg : Immobilien trotz Pandemie gefragt
  • Unglücksstelle in Leverkusen.
    Nach Explosion im Chempark : Landesamt mahnt weiter zur Vorsicht in Leverkusen

Im Innenraum der Kirche werden die Sitzbänke durch variable Bestuhlung ersetzt, so dass genügend Raum für eine Vielzahl von Veranstaltungen entsteht. An der Südseite wird eine freistehende, dünne Wand eingezogen, die den Treppenaufgang in das Obergeschoss (zu den Emporen) verdeckt, wo sich dann Gruppenräume befinden. Vor der Wand wird die Kanzel (sie wird weiter nach vorne versetzt) stehen. Das alte, nicht zu restaurierende Gemeindezentrum wird abgerissen. Ein neuer "unscheinbarer" (so die Architektin) Anbau im Osten, der durch einen separaten Eingang betreten wird, hält Platz für eine Küche, eine Teeküche und sanitäre Anlagen bereit. Der Umbau wird in zwei Bauabschnitten durchgeführt und soll etwa eine Million Euro kosten.

(RP)