Duisburg: Eine Feier für den Senegal und soziale Projekte

Duisburg : Eine Feier für den Senegal und soziale Projekte

Die Einnahmen des Haesener Kartoffelfestes der Kirchengemeinde St. Peter werden traditionell gespendet.

Der Duft von Reibekuchen empfing die Besucher des Haesener Kartoffelfestes in der katholischen Kirche St. Peter in den Haesen in Homberg an der Friedhofsallee. Direkt am Eingang wurde das leckere Gericht zubereitet und fand großen Absatz. Aber auch andere Kartoffelprodukte, wie zum Beispiel Suppen und sogar Kuchen gab es. Wer wollte, konnte aber auch ganz klassischen Kuchen wählen. Gemeinsam war den Gerichten, dass sie allesamt gespendet waren. Die Einnahmen des zweitägigen Festes am Wochenende werden komplett für die Partnerschaftsprojekte der Gemeinde in Pari (Brasilien) und in Thiés (Senegal) gespendet. Außerdem kommt ein Teil des Erlöses dem Förderverein der Kindertagesstätte St. Peter zugute.

Neben gutem Essen gab es auch einen Bücher-, Trödel- und Modemarkt, sowie Marmeladen und Trans-Fair-Artikel. Das alles haben die Helfer im Vorfeld als Spenden gesammelt. "Wir holen den Trödel ab oder er kann zu den Öffnungszeiten im Pfarrbüro abgegeben werden", sagt Josef Jahrmarkt von der Projektgruppe der Senegalhilfe.

Seit drei Jahren gibt es das Kartoffelfest als Benefiz-Veranstaltung. Zuvor war es jahrzehntelang ein Adventsbasar. "Aber im Dezember sind immer so geballt viele Veranstaltungen, darum haben wir das in den Herbst verlegt", so Jahrmarkt. Diesmal gab es aber trotzdem viele Parallelveranstaltungen, weswegen der Andrang weniger groß als in den Vorjahren gewesen sei. Dennoch zeigte sich Jahrmarkt zufrieden: "Da ist wieder etwas zusammengekommen."

Das Kartoffelfest ist nur eine von mehreren Veranstaltungen für die Unterstützung der Projekte. Das ganze Jahr über werden Spenden gesammelt.

Für den Senegal seien so in den vergangenen zehn Jahren immerhin rund 450.000 Euro zusammen gekommen - ein stolze Summe. "Wir haben keine Verwaltungskosten, weil die Arbeit ehrenamtlich geleistet wird", so Jahrmarkt. So komme das Geld direkt vor Ort ohne weitere Abzüge an.

Die Senegal-Hilfe in ihrer heutigen Form gibt es bereits seit zehn Jahren. Beziehungen zwischen den Gemeinden gibt es sogar schon seit 25 Jahren. So lange gibt es auch schon die Unterstützung für das brasilianische Pari. Das soll möglichst auch noch lange so bleiben, hofft man in der Gemeinde.

(RP)