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Duisburg: Ein Stück Heimatgeschichte

Duisburg : Ein Stück Heimatgeschichte

Rudi Lisken kennt Rheinhausen wie seine eigene Westentasche. Jetzt ist sein siebtes Buch über seine "Heimatstadt" erschienen. Der 75-Jährige erinnert sich an früher, beschreibt aktuelle Entwicklungen und zeigt viele Bilder.

Rheinhausen Eines kann man mit Fug und Recht behaupten: Niemand kennt sich in Rheinhausen so gut aus wie Rudi Lisken – geografisch, aber auch, was die Geschichte des Stadtteils angeht. "Meine Heimatstadt" nennt der 75-Jährige Rheinhausen liebevoll. Es gibt kaum eine Frage, die er nicht beantworten kann. Legt er erst einmal los, ist er kaum zu bremsen. Vor kurzem ist Liskens siebtes Buch erschienen. Der Titel: "Die Stadt und ihre Bürger in Bildern – Rheinhausen von gestern und heute".

Viele alte und neue Bilder

Das 146 Seiten umfassende Buch spiegelt ein weiteres Stück Heimatgeschichte wider und ist gespickt mit aktuellen und alten Bildern. Da finden sich Fotos von der Eröffnung des Marktforums im Jahr 2006, von der September-Kirmes und von der Schlüsselübergabe in der Forensik im vergangenen Jahr. Da gibt es aber auch Fotos vom Kaiser-Wilhelm-Denkmal auf dem Marktplatz aus dem Jahr 1905 oder der Straßenbahn, die Anfang des 20. Jahrhunderts die Friemersheimer Straße (heute: Atroper Straße) befuhr.

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Lisken gibt in seinem Buch einen Überblick über die Geschichte Rheinhausens und die Entwicklung der einst kleinen Bauernschaft zur selbstständigen Stadt bis hin zur kommunalen Neuordnung und der Eingliederung Rheinhausens in die Stadt Duisburg. Er schreibt über das Stadtwappen, lädt ein zum Rundgang durch den ehemaligen Tiefbunker unter dem Marktplatz und lässt Bürger zu Wort kommen, die sich an die Kriegsjahre erinnern und an die Zeiten, in denen sie in einem der vielen Bunker in Rheinhausen Zuflucht suchten, etwa an der Krefelder Straße, an der Dorotheen-, Ecke Berthastraße, oder an der Beguinenstraße.

Lisken erzählt die Geschichte der Bergheimer Mühle und berichtet vom 12. Februar 1999, Punkt 15 Uhr, als das LD Stahlwerk II gesprengt wurde. Mit seiner Kamera hatte er damals alles genau dokumentiert.

An anderer Stelle gibt Rudi Lisken Einblicke in die Arbeit der Bezirksvertretung, der er 35 Jahre lang angehört hat, und stellt das Bezirksrathaus und seine Mitarbeiter vor. Auch der stellvertretende Bezirksamtsleiter kommt zu Wort: Reiner Sanner schreibt über die Verleihung der Stadtrechte vor 75 Jahren.

Viel Platz für den Wochenmarkt

Den größten Teil des Buches aber nimmt der Rheinhauser Wochenmarkt ein. Die Passagen sind eine einzige Liebeserklärung an sein "Baby": Lisken, der Sprecher der Markthändler, beschreibt den Wochenmarkt als "pulsierenden Mittelpunkt unseres Stadtbezirks". Er erzählt von den Kriegsjahren 1943 bis 1945, in denen viele Markthändler trotz der Bombenangriffe jeden Mittwoch und Samstag ihre Waren feil boten. Die Mini-Porträts der Marktleute, die in Form einer Serie über ein Jahr lang in unserer Zeitung erschienen sind, haben Lisken so begeistert, dass er sie gleich komplett übernommen hat.

Info Das Buch kostet 13,90 Euro und ist in der Bücherinsel, Friedrich-Alfred-Straße 93, und am Marktstand von Rudi Lisken erhältlich.

(RP)