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Duisburg: Ein Segen für das Duisburger Rathaus

Duisburg : Ein Segen für das Duisburger Rathaus

Oberbürgermeister Sören Link empfing gestern die Duisburger Sternsinger, die in den Augen des Stadtdechanten alle kleine Botschafter des Friedens sind.

Beim Singen des Sternsingerliedes fehlte den Sternsingern gestern noch die nötige Textsicherheit. Vielleicht lag es aber auch an der Aufregung, schließlich sangen die Kleinen vor Oberbürgermeister Sören Link, nachdem sie an der Rathaustür ihren Segensspruch angebracht hatten.

In der Eingangshalle des Rathauses am Burgplatz wurde jeder der 15 als Heilige drei Könige verkleideten Sternsinger von Link persönlich begrüß. Ursprünglich waren 40 Kinder erwartet worden. Dass nur so wenige den Weg ins Rathaus gefunden hatten, sei die Schuld des Bunds der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ), der zu unerfahren für die Organisation des Sternsingens sei, behauptete Franz Müller, der seit 20 Jahren die Kinder aus der Katholischen Gemeinde in Mündelheim beim Sternsingen begleitet. "Früher kamen noch bis zu 200 Kinder", erzählte er.

Bevor die Sternsinger ihrer Aufgabe nachgehen konnten, wurden sie von Bernhard Lücking, Pfarrer der Liebfrauen-Gemeinde, gesegnet. Lücking nannte die Kinder "Botschafter des Friedens" und wünschte ihnen für ihren Weg zu den Duisburger Häusern einen Schlüssel, um die Herzen der Menschen zu öffnen. Unter dem Motto "Segen bringen, Segen sein" sammeln die Sternsinger in diesem Jahr Geld für notleidende Kinder in Malawi.

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"Es gibt Kinder, denen geht es nicht so gut wie uns, und denen soll es besser gehen", weiß die zehnjährige Anthea, die schon zum siebten Mal bei den Sternsingern dabei ist. Doch dieses Mal wurde ihr eine besondere Ehre zuteil: Sie durfte mit Kreide den Segen auf die Eingangstür des Rathauses schreiben und die Spende des Oberbürgermeisters entgegennehmen, was das kleine Mädchen sichtlich mit Stolz erfüllte.

Nach getaner Arbeit gab es noch eine kleine Stärkung für die Könige. Denn in den kommenden Tagen ziehen die Kinder für mehrere Stunden durch ganz Duisburg, um Spenden zu sammeln. Für Anthea und ihre Freunde ist daraus ein kleiner Wettbewerb geworden. Die Sternsinger-Truppe, die die meisten Spenden sammelt, gewinnt. "In den vergangenen Jahren haben wir jedes Mal gewonnen", erklärte Anthea stolz und fügte den Grund für ihren Erfolg gleich hinzu: "Wir gehen immer zu unseren Bekannten, die geben mehr."

Wer den Kindern bei ihrem Besuch eine Spende überreicht, darf sich neben der Segnung des eigenen Hauses auch an einem Lied der kleinen Könige erfreuen — vorausgesetzt, die Sternsinger sind bis dahin textsicher. Aber ein wenig Zeit zum Üben haben sie ja in den kommenden Tagen noch.

(RP)