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Duisburg: Ein Kanuverein, der Integration lebt

Duisburg : Ein Kanuverein, der Integration lebt

Die Freien Wasserfreunde Duisburg helfen Flüchtlingen beim Spracherwerb oder Behördengängen.

Sport ist ein wichtiger Motor der Integrationsarbeit. Die Duisburger Sportvereine sind mit ihrer täglichen aktiven Arbeit in den Sporthallen, Fußballplätzen und allen anderen Sportstätten Garant dafür. So auch die Freien Wasserfreunde Duisburg, die seit ihrer Gründung im Jahr 1948 Integrationsarbeit leisten.

Durch die Nähe zum Stahlwerk HKM sind und waren viele Stahlarbeiter Mitglied im Kanuverein. Somit entwickelte sich das Leitbild des Sportvereins, sich nicht nur (breiten-)sportlich zu engagieren, sondern auch das soziale Miteinander zu stärken. Der Landtagsabgeordnete Rainer Bischoff, Christoph Gehrt-Butry und Sarah Franke, Vertreter vom Stadtsportbund Duisburg, konnten jetzt im Gespräch mit den Freien Wasserfreunden mehr über die Vereinsarbeit erfahren.

Der Verein engagiert sich seit Oktober 2015 aktiv in der Flüchtlingsarbeit und hilft Geflüchteten beim Spracherwerb, bei der Integration und bei diversen Behördengängen. So kam es auch, dass Claudia Form als Kursleiterin in einem Sprachkursus Khaled Almnofie zu den Freien Wasserfreunden einlud. Almnofie stammt aus Syrien und kam vor eineinhalb Jahren gemeinsam mit seiner ältesten Tochter nach Deutschland. Zwei Tage ihrer Flucht verbrachten sie in Ungarn im Gefängnis. Mittlerweile konnte Ehefrau Shadia Ayed mit der zweiten Tochter nachreisen. Die Familie lebt inzwischen in einer Wohnung in Duisburg.

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Neben unterschiedlichen Sportangeboten ist es für Thomas Form und Klaus Alfred Staiber, Vorstand der Freien Wasserfreunde Duisburg, besonders wichtig, sich gesellschaftlich zu engagieren. Dafür steht jeden Mittwoch das Bootshaus zur Verfügung. Hier sind alle Vereinsmitglieder zum gemütlichen Austausch eingeladen. Für Khaled Almofie und Shadia Ayed eine gute Gelegenheit, ihre gelernten Deutschkenntnisse anzuwenden und zu festigen. Die Abende dienen auch dazu, alltägliche Probleme gemeinsam anzugehen und nach Lösungen zu suchen.

Der Sportverein hat eine familiäre Ausrichtung und ist daher auch bemüht, für Familien ein Treffpunkt zu sein. Gemeinsame Aktionen wie Feste und Ausflüge sind für den Verein sehr wichtig. Aber im Vordergrund steht natürlich der Sport: So werden Gymnastik und Tanz für Frauen sowie Hockey für Männer angeboten. Die Kinder können derweil erste Erfahrungen im Kanusport sammeln.

(RP)