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Duisburg: Ein Fest für Musikfreunde

Duisburg : Ein Fest für Musikfreunde

Erst das EM-Viertelfinalspiel der deutschen Mannschaft am Freitag, dann das schlechte Wetter am Sonntag – eigentlich war nur der Samstag beim Stadt-Folk-Fest richtig gut besucht. Die Bands sorgten für Stimmung auf der Königstraße.

Erst das EM-Viertelfinalspiel der deutschen Mannschaft am Freitag, dann das schlechte Wetter am Sonntag — eigentlich war nur der Samstag beim Stadt-Folk-Fest richtig gut besucht. Die Bands sorgten für Stimmung auf der Königstraße.

 Beim Bungeespringen konnten sich die jungen Stadtfestbesucher am Kuhtor austoben.
Beim Bungeespringen konnten sich die jungen Stadtfestbesucher am Kuhtor austoben. Foto: Probst, Andreas

19 Künstler trafen sich am Wochenende auf der Königsstraße zum musikalischen Stelldichein. Das Stadt-Folk-Fest bot seinen Gästen drei Tage lang einen Mix aus musikalischer Unterhaltung und uriger Gemütlichkeit. Wobei sich auf der Einkaufsstraße an den drei Festivaltagen sehr unterschiedliche Bilder boten: Am Freitagabend war wegen des EM-Viertelfinalspiels der deutschen Nationalmannschaft gegen Griechenland sehr wenige Besucher auf dem Stadtfest unterwegs. Am Samstag war es, auch wegen des guten Wetters, sehr voll. Was man vom gestrigen Sonntag nicht behaupten konnte. Wegen des böigen Windes und des Regens hatten sich viele dazu entschlossen, lieber zu Hause zu bleiben.

Konzentrieren wir uns also auf den Samstag. Der zum Teil fremd wirkende Sound, den das laue Lüftchen von den drei großen Bühnen an Kuhtor, Lifesaver-Brunnen und City-Palais über die Königstraße trug, ließ viele Passanten ihren Stadtbummel unterbrechen. "Das ist doch gerade für die Künstler eine sehr schöne Sache", fand Siegrid Maßmann, die wie ihr Ehemann zu den heißen Rhythmen der kubanischen Salsaband Barbara y Vaiven Cubano mit den Füßen wackelte. "Dadurch, dass die Musiker hier auf der Kö auftreten können, ist wenigstens sichergestellt, dass ihnen viele Leute zuhören. Das ist doch auch schon mal was. Viele Künstler wären froh , so viele Zuhörer zu haben", sagten sie.

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Fans kommen auf ihre Kosten

Ein ganz besonders gelungener Auftritt war der von Stefan Stoppok. Der gebürtige Hamburger begeisterte am Samstagabend nach Ladenschluss mit einem ganz besonderen Mix aus Folk, Rock, Blues und Country. Die deutschen Texte beschäftigten sich auf eine humorvolle Art und Weise mit den Widrigkeiten des Alltags. Viele Gäste waren vom Auftritt begeistert. Musikfan Stefanie Ursel beispielsweise versicherte, dass sie seit Langem nicht mehr so gute Musik gehört habe: "Das ist doch Wahnsinn. Was der mit den Instrumenten macht, ist wirklich einmalig. Ich freue mich, dass man auch in Duisburg mal einen so schönen Abend verbringen kann. Die Stadt ist kulturell noch lange nicht tot." Ganz besonders gut gefallen habe ihr außerdem der zum Festival gehörende Kunsthandwerkermarkt und die Platzgestaltung rund um die Bühnen. "Ich finde es gut, dass es hier so viele Sitzgelegenheiten gibt", begründete sie. "Dadurch, und mit der Möglichkeit, hier das ein oder andere Glas Wein und Bier zu trinken, kommt erst wirklich Festatmosphäre auf. Ich fühle mich ein wenig wie auf einem Weinfest."

Der Kunsthandwerkermarkt bot ein breites Sortiment aus allerlei in Handarbeit gestalteten Kunstwerken und Gebrauchsgegenständen — unter anderem Windspiele, Holzschuhe, Decken und Goldschmuck.

(th)