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Kommentar: Ein Antrag ohne Konsequenzen

Kommentar : Ein Antrag ohne Konsequenzen

Der Integrationsrat gehört nicht zu den im Rathaus tagenden politischen Kreisen, die im Licht der Öffentlichkeit stehen. Er hat anders als Fachausschüsse oder gar der Rat der Stadt keine wirklichen Kompetenzen. Und daher sollte der Antrag der UMMAH auch nicht zu hoch gehängt werden.

Auch in den Bezirksvertretungen oder in den Fachausschüssen werden bisweilen Anträge gestellt, bei denen eigentlich das Papier zu teuer ist, um sie abzudrucken. Auch sie bleiben ohne Konsequenzen. Dass der Bäder-Antrag eine Mehrheit fand, weil die SPD sich enthalten hat, ist blöd, aber auch kein Drama. Vielleicht haben die Sozialdemokraten in dem Ausschuss bei der Abstimmung einfach nur geschlafen oder aber den Inhalt des Antrages gar nicht gelesen.

Das Unverständnis über diese Initiative des Integrationsrates macht deutlich, wie wenig Verständnis es in Duisburg für Störfeuer gegen die Integration gibt. Denn genau das wären nach Konfessionen getrennte Schwimmzeiten. Sollte das Interesse an einer solchen Regelung bei muslimischen Mitbürgern tatsächlich so hoch sein, wie es die Antragsteller behaupten: Vielleicht ist es ja eine Überlegung wert, muslimischen Gemeinden eines der leerstehenden Hallenbäder zum Kauf anzubieten. hch

(RP)