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Duisburg: Ehrenmal erstrahlt in neuem Glanz

Duisburg : Ehrenmal erstrahlt in neuem Glanz

Das Ehrenmal im Zentrum Baerls ist aus dem Dornröschenschlaf erwacht. Die Bürger-Schützengesellschaft hat die Patenschaft übernommen und den einst verwilderten Platz neu gestaltet.

So manch ein Samstag ging seit dem Frühjahr für die schweißtreibende Arbeit drauf, am Ende schleppten sich die fleißigen Helfer nicht selten mit Rückenschmerzen nach Hause. Aber es hat sich gelohnt: Die Arbeiten rund um das Baerler Ehrenmal sind abgeschlossen. Die Mitglieder der Bürger-Schützengesellschaft (BSG) können ihre Arbeitshandschuhe und Schaufeln erst einmal in die Ecke stellen und sich über den schönen Anblick freuen — und das Lob der vorbeiflanierenden Baerler. "Das tut gut, wenn man hört, wie die Leute unsere Arbeit würdigen", sagt Pressesprecher Klaus Moeller. "Da sind die ganzen Mühen schlagartig vergessen."

Im August 2012 hatte die Bürger-Schützengesellschaft Baerl die Patenschaft für das Ehrenmal und das völlig verwilderte Areal darum übernommen. "Das Gelände war seit Jahren in einem katastrophalen Zustand, total verdreckt und zugewachsen", sagt Moeller. Jeden Tag auf dem Weg von der Arbeit nach Hause habe er sich darüber geärgert — und so manch anderem Bürgerschützen ging es ähnlich. Irgendwann setzte man sich zusammen und beschloss, aktiv zu werden.

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Eine große Hilfe waren da die 3300 Euro aus dem Topf "Mittel zur Pflege des Ortsbildes" — die volle Summe aus dem Jahr 2012 für Baerl — die in die Neugestaltung des Platzes flossen. Dennoch war dies immer noch weniger als die Hälfte von dem, was die Arbeiten eigentlich gekostet hätten. Aber da war zum Glück Thorsten Symanzick, ein guter Freund von BSG-Präsident Heinz-Dieter Giesen. Der Garten- und Landschaftsarchitekt bot kostenlos seine Unterstützung an und half bei den Planungen für die Um- und Neugestaltung des Platzes.

Zunächst einmal rodeten die Wirtschaftsbetriebe grob die Fläche, entfernten vor allem vertrocknete Bäume. Dann legten die Baerler Schützen los. Sie beseitigten Hecken, Sträucher und Unkraut, gruben Wurzeln aus, trugen den ganzen Müll zusammen, der sich im Laufe der Jahre in den Büschen angesammelt hatten. "Alleine zwei große blaue Müllsäcke voller Bier- und Spirituosenflaschen haben wir da rausgeholt", erzählt Moeller. Dann ging es ans Pflastern: Neue Zugänge zum Denkmal und den Bänken legten die Aktiven an. Und dann wurde gepflanzt. Alleine an einem Samstag brachten die Helfer 15 neue Rhododendren und mehr als 1000 verschiedenartige Bodendecker in die Erde. Eine Buchenhecke verdeckt nun die Sicht auf die Trafoanlage der Geststraße.

Und an die Zukunft wurde auch gedacht: Jetzt in den ersten warmen und trockenen Wochen nach der Bepflanzung stellt Familie Pousen von gegenüber ihr Brunnenwasser zur Verfügung. "Dann legen wir kurz mal einen Schlauch über die Straße, und die Pflanzen bekommen Wasser", erklärt Moeller. Um sicherzustellen, dass der Platz auch künftig sauber und gepflegt ist, werden sich Vorstand, Offiziere, Sappeure und Doktoren künftig im jährlichen Wechsel um den neu gestalteten Platz kümmern.

(RP)